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Startseite AktuellGute Nachricht des Tages: Schüler übernehmen durch JuLeiCa-Ausbildung Verantwortung
AktuellGute Nachricht des TagesOsnabrückWüste

Gute Nachricht des Tages: Schüler übernehmen durch JuLeiCa-Ausbildung Verantwortung

von PM 16. Februar 2026
von PM 16. Februar 2026
JuLeiCa-Ausbildung im Gymnasium "In der Wüste". / Foto: Hendrik Langebrake, Gymnasium „In der Wüste“
198
📍Ort des Geschehens: Osnabrück - Wüste

Verantwortung übernehmen, mit Kindern arbeiten, Projekte organisieren und dabei wichtige soziale Kompetenzen erwerben – all das ermöglicht das Gymnasium „In der Wüste“ seinen Schülerinnen und Schülern seit dem Schuljahr 2024/25 durch ein besonderes Angebot: die Ausbildung zur Jugendleiterin bzw. zum Jugendleiter mit der bundesweit anerkannten JuLeiCa (Jugendleiterin/-leiter-Card).

JuLeiCa im Gymnasium „In der Wüste“

Die JuLeiCa ist ein offizieller Ausweis für ehrenamtlich Engagierte in der Jugendarbeit. Sie bescheinigt eine umfassende Qualifikation unter anderem in den Bereichen Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht, Jugendschutz, Organisation und Kommunikation. Voraussetzung für den Erhalt der Karte ist eine fundierte Ausbildung. Am Gymnasium „In der Wüste“ ist die JuLeiCa-Ausbildung fest in das Schulprofil eingebettet. Sie ist Teil der Begabungsförderung und richtet sich an engagierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich sozial einzubringen.

Feierliche Übergabe der Zertifikate

Im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres 2025/26 haben 15 Schülerinnen und Schüler ihre JuLeiCa-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Anfang Februar wurden ihnen die Zertifikate im Rahmen einer feierlichen Übergabe am Gymnasium „In der Wüste“ überreicht. Die Übergabe übernahmen Frau Seubert von der Christlichen Arbeiterjugend (caj) Osnabrück, einem anerkannten Träger der Jugendhilfe und Kooperationspartner in der JuLeiCa-Ausbildung, Frau Bongalski als stellvertretende Schulleiterin sowie Lehrerin Anne Brockmeyer, die das Projekt an der Schule begleitet und koordiniert.

Enge Verzahnung zwischen Schule und Ehrenamt

Hinter den Schülerinnen und Schülern liegen über 50 Stunden fachlicher Ausbildung sowie eine zusätzliche Erste-Hilfe-Ausbildung. Damit ein so großer Zeitaufwand neben der Schule überhaupt zu leisten ist, haben die Verantwortlichen an einer engen Verzahnung zwischen Schule und Ehrenamt gearbeitet. Somit fand ein Teil der Ausbildung in Tageseinheiten zeitgleich zum Unterricht oder während Projektphasen und ein weiterer Teil in zusätzlichen Nachmittagsblöcke nach dem regulären Unterricht in den Räumen der Schule statt. Um auch das Miteinander zu stärken und praktisch erfahrbar zu machen, gab es ein Wochenendseminar im Haus Maria Frieden in Rulle.

Beteiligte begeistert

„Die Ausbildung hat meine Kommunikationsfähigkeit, Organisationsfähigkeit und Teamarbeit gestärkt. Die Dinge, die ich dort gelernt habe, werde ich bestimmt noch in meinem späteren Leben gebrauchen können. Ich kann es jedem weiterempfehlen“, blickt Schülerin Yara Grotjahn auf die intensive Zeit zurück. Als koordinierende Lehrkraft zieht Frau Brockmeyer eine positive Bilanz: „Es ist toll, dass es durch die Kooperation vieler Partner gelingt, die Ausbildung so eng mit dem Schulalltag zu verbinden. Es hat Spaß gemacht zu beobachten, wie die Ausbildung junge Menschen für ihr Engagement motiviert. Ganz besonders freue ich mich daher über die zahlreichen, unterschiedlichen Tätigkeitsfelder, in denen unsere Schülerinnen und Schüler planen, ihr neu gewonnenes Wissen zukünftig ehrenamtlich zu nutzen.“ Denn ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist der verbindliche Praxiseinsatz im Anschluss an die Ausbildung. Ab dem zweiten Schulhalbjahr erproben die ausgebildeten Jugendleiterinnen und Jugendleiter ihr Können in Kooperation mit Grundschulen, Vereinen und weiteren Partnern. Sie unterstützen Projekte oder übernehmen Aufgaben bei Veranstaltungen. Auch einzelne Tageseinsätze sind vorgesehen. Die Einsätze werden von der Schule koordiniert, die Schülerinnen und Schüler dafür freigestellt.

Projekt bereits seit dem Schuljahr 2024/25

Gestartet ist das Projekt „JuLeiCa-Ausbildung“ im Schuljahr 2024/25 als Pilotvorhaben in Kooperation mit der Stadt Osnabrück, die gezielt an das Gymnasium „In der Wüste“ herangetreten war. Aufgrund der sehr positiven Resonanz bei allen Beteiligten wurde das Angebot weiterentwickelt und verstetigt. Seit dem Schuljahr 2025/26 wird die JuLeiCa-Ausbildung nun im Rahmen einer mehrjährigen Kooperation mit der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung umgesetzt, die die Finanzierung übernommen hat und damit eine kontinuierliche Durchführung ermöglicht.

Erlangen wichtiger Kompetenzen

Die JuLeiCa-Ausbildung verbindet Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftliches Engagement und schulische Bildung auf besondere Weise. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinausreichen – und bringen diese anschließend ganz konkret in die Praxis ein. Durch diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis profitieren gleich mehrere Seiten: Die Jugendlichen sammeln wertvolle Erfahrungen und stärken ihre sozialen, organisatorischen und kommunikativen Fähigkeiten. Gleichzeitig wird die Jugendarbeit in Stadt und Landkreis Osnabrück durch qualifizierte Nachwuchskräfte unterstützt. Auch innerhalb der Schulgemeinschaft übernehmen die ausgebildeten Jugendleiterinnen und Jugendleiter eine Vorbildfunktion für jüngere Jahrgänge.

Zeichen für Engagement und Begabungsförderung

Mit der Kooperation zwischen Schule, Stadt und Stiftung ist ein nachhaltiges Modell entstanden, das jungen Menschen frühzeitig gesellschaftliche Verantwortung ermöglicht und sie in ihrer persönlichen Entwicklung stärkt. Das Gymnasium „In der Wüste“ setzt damit seit dem Schuljahr 2024/25 ein klares Zeichen für gelebtes Engagement und moderne Begabungsförderung.

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