Dominik Krause gewinnt Stichwahl gegen Dieter Reiter und beendet SPD-Ära.
In München hat ein historischer Machtwechsel stattgefunden. Dominik Krause von den Grünen wurde zum neuen Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt gewählt. Mit 56,4 Prozent der Stimmen setzte sich der 35-jährige Krause in der Stichwahl gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD durch, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Dies markiert das erste Mal in der Geschichte der Stadt, dass ein Kandidat der Grünen das Rathaus anführt. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,5 Prozent, wobei 61,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler per Briefwahl abstimmten, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Reiter, der seit 2014 im Amt war, räumte seine Niederlage ein und kündigte das Ende seiner politischen Karriere an. ‚Ich hab’s verbockt.
Reiter scheitert an Affäre mit FC-Bayern
Es war mir eine Ehre, hier in dieser Stadt Oberbürgermeister sein zu dürfen. Das war’s von mir‘, sagte Reiter laut der Abendzeitung München. Krause hingegen feierte seinen Sieg mit einer begeisterten Anhängerschaft in der Muffathalle. ‚Vielen Dank München, für dieses große Vertrauen. Ich fühle mich sehr geehrt‘, sagte Krause bei seiner Wahlparty. Der Wahlkampf war geprägt von Reiters Affäre um Vereinsmandate beim FC Bayern München, die ihm viel Kritik einbrachte.
Krause führt nach Briefwählern
Im ersten Wahlgang am 8. März hatte Reiter noch mit 35,6 Prozent vor Krause mit 29,5 Prozent gelegen. Allerdings lag dies vor allem an den Briefwählern, die größtenteils vor Bekanntwerden der Affäre abgestimmt hatten. Nach den nur am Wahltag selbst abgegebenen Stimmen lag Krause bereits vor zwei Wochen vor Reiter, wie die Zeit berichtet. Krause setzte in seinem Wahlkampf auf Themen wie den Kampf gegen Wohnungsnot und hohe Mieten, während Reiter einen auf ihn zugeschnittenen Wahlkampf mit dem Slogan ‚München. Reiter.
SPD verliert Münchner Rathaus
Passt‘ führte. Die Niederlage der SPD in München ist ein schwerer Schlag für die Partei, die seit 1984 fast durchgehend den Oberbürgermeister gestellt hat. Mit Ausnahme der Jahre 1978 bis 1984, als Erich Kiesl von der CSU das Amt innehatte, war das Rathaus fast immer in SPD-Hand. Krause wird nun die Aufgabe haben, die leere Stadtkasse zu füllen und die versprochenen Veränderungen umzusetzen. ‚Die eigentliche Arbeit fängt jetzt erst an‘, sagte Krause laut der Frankfurter Rundschau. Der neue Oberbürgermeister wird vor großen Herausforderungen stehen, aber auch mit einer Welle der Unterstützung und des Vertrauens der Münchner Bevölkerung.
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