Grünen-Chef Felix Banaszak kritisiert Familienministerin Karin Prien (CDU) scharf. Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD seien Versprechen von Schutz und Solidarität gefolgt – doch jetzt fehlt dem CSD in Rathenow plötzlich die finanzielle Grundlage.
Vorwurf: Kein Interesse an queerer Sichtbarkeit
Banaszak wirft Prien vor, sich nicht für queere Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Demokratie vor Ort zu interessieren. Gerade in ländlichen Regionen seien CSDs gelebte Freiheit und oft die einzige öffentliche Stimme für queere Menschen, betont er. Prien müsse den Schritt zurücknehmen, sonst habe sie jegliches Vertrauen verspielt.
Laut Banaszak geht es um Gelder, die für Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf kleinerer CSDs sorgen sollen.
Organisator Dennis Driebusch sagte der „Märkischen Allgemeinen“, die zum „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ gehört: „Wir haben am Dienstag erfahren, dass die Finanzierung für unseren CSD untergegangen ist“. Dabei geht es um rund 1.000 Euro.
Bislang flossen die Mittel über das lokale Bündnis "Partnerschaft für Demokratie" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben". Driebusch organisiert die Demonstration für Vielfalt, Demokratie sowie die Rechte und Sichtbarkeit queerer Menschen gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) zum dritten Mal. "den Schritt nur so interpretieren: Frau Prien schert sich nicht um queere Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Demokratie vor Ort."