Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat bei einem Besuch des von Israel kontrollierten Teils des Gazastreifens politische Kritik ausgelöst. Während Klöckner sich in der sogenannten „gelben Zone“ von Mitgliedern der israelischen Armee begleiten ließ, bemängelte Grünen-Politikerin Franziska Brantner eine einseitige Wahrnehmung der Lage.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat am Donnerstag den von Israel kontrollierten Teil des Gazastreifens besucht. In der sogenannten „gelben Zone“ wurde sie von Mitgliedern der israelischen Armee begleitet.
Besuch in Israel und im Gazastreifen
Klöckner war bereits am Dienstag nach Israel gereist. Dort sprach sie vor dem israelischen Parlament und besuchte die Holocaust-Gedenkstätte sowie das Gelände des Nova-Musikfestivals.
Kritik von den Grünen
Die Co-Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, kritisierte den Trip in die gelbe Zone des Gaza-Streifens. Brantner warf der CDU-Politikerin vor, die palästinensische Seite zu vernachlässigen. „Es ist gut, dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sich vor Ort ein Bild von Gaza machen möchte“, sagte Brantner dem „Spiegel“. „Aber wenn sie dies tut, ohne die Seite der Palästinenser auch nur anzuhören, muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, die Wirklichkeit in dieser Region nur einseitig wahrnehmen zu wollen.“
Es könne keine Lösung geben, ohne dass die Position der Palästinenser auf Augenhöhe miteinbezogen werde. „Gerade eine Bundestagspräsidentin sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein“, sagte Brantner.
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