1000 Einsatzkräfte trainierten in Schleswig-Holstein die Abwehr von Terrorgefahren.
In den vergangenen Tagen war in und um Heiligenhafen eine erhöhte Polizeipräsenz zu beobachten. Grund dafür war die länderübergreifende Terror-Abwehr-Übung GETEX (Gemeinsame Terrorismusabwehr-Exercise), die in dieser Woche in Schleswig-Holstein durchgeführt wurde. Rund 1000 Einsatzkräfte von Landespolizei, Bundespolizei, Bundeswehr und weiteren Sicherheitsbehörden aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an der Großübung teil. Ziel war es, das Zusammenspiel der einzelnen Behörden im Ernstfall zu verbessern und auf komplexe Bedrohungslagen vorbereitet zu sein. Wie der NDR berichtet, ging es vor allem um die Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundespolizei sowie Bundeswehr, BKA und anderen Sicherheitsbehörden.
Militär übt Drohnenabwehr auf See
Dabei wurden unter anderem koordinierte Einsätze auf See, das Stoppen und Entern von Schiffen auf der Ostsee, Festnahmen an Bord sowie Szenarien rund um Sprengstoff und Verletztenversorgung geübt. Die Kreiszeitung berichtet, dass aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage gezielt entsprechende Szenarien in die Übung eingeflossen sind. Dabei standen auch neue Bedrohungslagen im Fokus – insbesondere der Umgang mit Drohnen. Bei einer Vorführung in Heiligenhafen zeigten Einsatzkräfte, wie sowohl handelsübliche als auch speziell entwickelte Drohnen abgewehrt werden können. Dabei wurde demonstriert, wie Fluggeräte technisch übernommen und kontrolliert zur Landung gezwungen werden können.
Individuelle Drohnen erfordern neue Abwehrmethoden
Schwieriger gestaltet sich dies bei individuell gebauten Drohnen. Als letzter Ausweg und zur Selbstverteidigung der Einsatzkräfte wird derzeit auch der Abschuss mit speziell modifizierten Schrotflinten erprobt, die bislang jedoch noch nicht im realen Einsatz verwendet werden. Die Übungen fanden unter strengen Sicherheitsauflagen statt, unter anderem in festgelegten Korridoren und mit Geschwindigkeitsbegrenzungen, um Menschenleben nicht zu gefährden. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zog eine positive Bilanz. Die Übung habe ‚herausragend funktioniert‘ und zeige, dass die Sicherheitsbehörden auch auf solche Szenarien gut vorbereitet seien.
Sicherheitsübung in Schleswig-Holstein erfolgreich
Innenministerin Magdalena Finke (CDU) sprach ebenfalls von einem vollen Erfolg und verwies auf die realitätsnahen Abläufe der Übung, auch vor dem Hintergrund der russischen Schattenflotte. Landespolizeidirektorin Maren Freyher betonte, dass es keine Probleme gab und alle sich unterstützt hätten. Die Erkenntnisgewinne aus der Übung werden laut Freyher jetzt in die Praxis umgesetzt. Nach Angaben der Landespolizei, die für die Organisation der Übung maßgeblich verantwortlich war, wurde Heiligenhafen aus organisatorischen Gründen ausgewählt, eine spezielle Bedrohungslage gäbe es nicht.
✨ mit KI bearbeitet