Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm stärkt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Streit mit Frankreich über den Kurs zur Steigerung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit den Rücken. Vor dem EU-Sondergipfel an diesem Donnerstag unterstützt sie ausdrücklich den wirtschaftspolitischen Ansatz der Bundesregierung und warnt vor protektionistischen Antworten auf den Wettbewerb mit China.
Unterstützung für Kurs der Bundesregierung
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat im Streit mit Frankreich über die Steigerung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit den wirtschaftspolitischen Ansatz von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nachdrücklich unterstützt. „Frankreich will mehr Protektionismus, Deutschland plädiert – zu Recht, wie ich finde – dafür, über Deregulierung und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Wachstum in neuen Technologiefeldern auszulösen“, sagte Grimm der „Rheinischen Post“ (Donnerstag) vor dem EU-Sondergipfel an diesem Donnerstag.
„Es kann nicht gelingen, den Wettbewerb aus China durch Subventionen und Zölle zu bekämpfen“, sagte Grimm der „Rheinischen Post“. Die Chinesen seien mittlerweile bei der Produktion von Gütern, die deutsche Unternehmen traditionell exportiert haben, auf Augenhöhe mit Deutschland und Europa.
Forderung nach besserer Regulierung und Bildung
„Besser ist es, wenn man die Rahmenbedingungen schafft, damit Innovationen in Deutschland, sich wieder in Wertschöpfung und somit in Wachstumspotenzial übersetzen. Wir müssen in neuen Technologiefeldern punkten und dort die Technologieführerschaft übernehmen“, so Grimm in der „Rheinischen Post“. Das müsse das neue Wirtschafts- und Wachstumsmodell Europas sein.
„Dafür braucht es weniger beziehungsweise bessere Regulierung, Forschung, Exzellenz und eine Stärkung der Bildungssysteme, die wir seit Langem vernachlässigt haben“, erklärte das Mitglied im Wirtschafts-Sachverständigenrat der „Rheinischen Post“.
EU-Sondergipfel in Belgien
In Belgien kommen an diesem Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten zusammen, um einen Konsens zu finden, wie Europa der Anschluss im globalen Wettbewerb gelingen kann.
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