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Startseite AktuellGlückloser VfL Osnabrück gegen rustikal auftretenden 1. FC Heidenheim
AktuellBremer BrückeVfL Osnabrück

Glückloser VfL Osnabrück gegen rustikal auftretenden 1. FC Heidenheim

von Hermann Schmidt 20. Februar 2021
von Hermann Schmidt 20. Februar 2021
Niklas Schmidt, Foto: Imago Images / Eibner
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Gleich vorweg: Die Heidenheimer gewinnen an der Bremer Brücke, mehr glücklich als verdient. Der VfL Osnabrück geht einen schweren Gang. Die Verlustserie ist ist ungebrochen, inzwischen acht Niederlagen bringen den VfL immer näher an den Liga-Abgrund.

Ein Spielbericht von Hermann Schmidt

Die „linden Lüfte“ waren erwacht an der Bremer Brücke an diesem Februarsamstag: Strahlender Sonnenschein über dem Stadion, und der VfL tritt zumindest in der Startformation mit Schmidt, Blacha, Heider und Kerk deutlich offensiver an als zuletzt gewohnt. Wünschenswert wäre, dass die frische Luft im Februar sich aus Sicht des VfL auch im Spielergebnis niederschlägt.

VfL Osnabrück arbeitet mutiger nach vorne

In der 2. Minute springt der Heidenheimer Stürmer Thomalla den lila-weißen Verteidiger  Konstantin Engel in rüder Manier an, beide Spieler müssen minutenlang behandelt werden. Nach der Unterbrechung geht es zunächst in bewährter Formation weiter.

Gäste-Linksaußen Florian Pick knallt nach 7 Minuten einen Schuss aus 8 m Entfernung auf den Kasten von Philipp Kühn. Die Kugel klatscht an den linken Außenpfosten. Nach zehn gespielten Minuten haben die Gäste etwas mehr vom Spiel. Der VfL antwortet aber mit schnell vorgetragenen Kontern, die meist über Reis und Schmidt eingeleitet werden. Zumindest arbeiten die Lila-Weißen mutiger nach vorne als zuletzt.

In der 14. Minute hat Heider auf Flanke von Kerk eine erste Großchance aus kurzer Distanz, die Heider nicht über die Linie drücken kann, weil er zu ungünstig zum Ball steht.

Der Heidenheimer Kleindienst wird im Gegenzug auf halblinks durch ein taktisches Foul zu Fall gebracht, der Freistoß aus 30 m bringt aber nichts ein. Nach 20 Minuten kommt es zum ersten Eckball des Spiels für den VfL. Der sich daraus ergebende Kopfball von Timo Beermann wird zur Beute von Kevin Müller.

Sebastian Kerk, Niklas Schmidt und Sebastian Müller setzen sich in dieser Phase des Spiels  mehrfach durch gelungene Kombinationen in Szene. Der VfL Osnabrück kann das Spiel mit zunehmender Zeit offener gestalten und ist nach einer knappen halben Stunde die gefälliger spielende Mannschaft. Die Lila-Weißen setzen die Gäste unter Druck, und kommen zu weiteren Ecken, die nichts einbringen. Im Gegenzug pfeift Dr. Kampka einen Freistoß für Heidenheim. Der Schuss von Sessa bleibt in der Mauer hängen.

Die erste Ecke für die Mannschaft von der Alb wird in der 36. Minute von links hereingetreten, daraus ergibt sich nichts.

Ein rasant vorgetragener Konter des VfL über Marc Heider führt zu einem Flugkopfball von Kerk, der knapp am Tor vorbeigeht.

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Vier Minuten vor der Halbzeit spielen sich die Gäste über den rechten Flügel durch, Rittmüller flankt und Tim Kleindienst verwandelt aus 8 m Entfernung mit dem Kopf zur 1:0 Führung der Gäste. Unmittelbar im Anschluss kann Philipp Kühn einen Freistoß von Sessa nur mit Mühe über die Querlatte lenken, dann pfeift Dr. Kampka zur Pause.

Die ersten 45. Minuten haben die Lila-Weißen mindestens ausgeglichen gestalten können. Das Führungstor hat die glücklichere Mannschaft geschossen.

Florian Fulland übernahm die Mannschaft des VfL und hat keine leichte Aufgabe, Foto: IMAGO / foto2press

Florian Fulland übernahm die Mannschaft des VfL und hat keine leichte Aufgabe, Foto: IMAGO / foto2press

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VfL Anschlusstor kommt zu spät

Alle Hoffnungen auf eine Wende zugunsten des VfL bekommen fünf Minuten nach der Halbzeit einen deutlichen Dämpfer.

Die Heidenheimer sind sofort hellwach und marschieren minutenlang mit großem Elan nach vorne. In der 51. Minute führt ein Kopfball von Hüsing auf Flanke von Theuerkauf zum in dieser Phase psychologisch wichtigen 2:0 für Heidenheim.

Die erste offensive Aktion der Lila-Weißen nach der Pause fällt in die 57. Minute. Schmidt zieht ab, doch er bleibt ohne Erfolg. Eine Stunde ist gespielt, als Marc Heider und Sebastian Müller in guter Position an der 5 m Linie den Ball nicht im Tor unterbringen können. Der VfL muss nun noch mehr hinten aufmachen.

Sebastian Müller zieht aus halbrechter Position ab. Der Ball geht knapp am Tor vorbei. Der Anschlusstreffer wäre zu diesem Zeitpunkt längst verdient. Die Lila-Weißen haben im bisherigen Spielverlauf gefühlt mehr Chancen als in den allen Spielen der Niederlagenserie zusammen. Doch ein Tor für den VfL will nicht fallen. Wohl deshalb wechselt Interimstrainer Florian Fulland zwanzig Minuten vor Schluss gleich dreifach. Santos, Bapoh und Bryan Henning kommen; Reis, Müller und Heider gehen.

Der 1. FC Heidenheim spielt seinen schnörkellosen, körperbetonten Stiefel weiter, ohne großartige Fußball-Unterhaltung zu bieten. Der Eindruck, dass Gastgeber Osnabrück spielerisch keineswegs unterlegen ist, verfestigt sich. Zwingende Torsituationen ergeben sich daraus allerdings eher selten. Der FC Heidenheim lässt die Lila-Weißen nun kommen und beschränkt sich auf die Abwehrarbeit. Sebastian Kerk kommt zu einem Lattenknaller, zuvor hatte Christian Santos den Ball jedoch mit der Hand berührt.

In der 87. Minute fällt dann der verdiente Anschlusstreffer für Lila-Weiß durch Christian Santos, der einen Schuss von Timo Beermann an Müller vorbei ins Tor lenkt. Das Tor kommt zu spät.

 

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Zahlen und Daten

VfL Osnabrück:

Kühn; Ajdini (87. Multhaup), Beermann, Trapp, Engel (46. Gugganing); Blacha, Reis (69.Bapoh); Müller (69. Santos), Schmidt, Kerk; Heider (69.Henning).

1.FC Heidenheim:

Müller; Pick, Mainka, Hüsing, Theuerkauf; Sessa, Schöppner; Rittmüller,Thomalla (17. Geipl); Kleindienst, Kühlwetter.

Schiedsrichter:

Dr. Robert Kampka

Tore:

0:1 Tim Kleindienst, 42. Minute

0:2 Oliver Hüsing, 51. Minute

1:2 Christian Santos, 87. Minute

Gelbe Karten:

Beermann, Reis, Trapp, Kleindienst

Die aktuelle Tabelle (Grafik aktualisiert sich fortlaufend)

Glückloser VfL Osnabrück gegen rustikal auftretenden 1. FC Heidenheim

Titelfoto: Lukas Gugganig kann es nicht fassen, Foto: Imago Images / HMB-Media

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Hermann Schmidt

Hermann Schmidt beobachtet den Fußball an der Hase von der Elbe aus. In Hamburg war der gebürtige Hesse lange Zeit als Verlagsmanager tätig. Zwanzig Jahre lang hat er selbst gespielt, in der Jugend als Stürmer und danach als Vorstopper in seiner Heimat und beim BFC Südring (Berlin). Schmidt ist Autor zahlreicher Fußballbücher und Biografien. Die Buchveröffentlichungen „Legenden des FC St. Pauli“ und „Männer trinken kein Fanta“ sind im Jahr 2020 erschienen. Zu seinen Lieblingsclubs gehören neben dem VfL auch Holstein Kiel, der FC St. Pauli und der 1.FC Köln.

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