Der frühere Verleger der „Osnabrücker Sonntagszeitung“, Norbert Fuhs, hat eine mögliche Rückkehr des Titels als Online-Angebot „in Aussicht gestellt“.
Nach Angaben von Fuhs soll die frühere Sonntagszeitung nicht mehr als gedrucktes Produkt, sondern als „Internetangebot“ neu starten. Vorgesehen sei demnach eine „fortlaufend aktualisierte“ Plattform. Ergänzt werden solle das Angebot durch sonntags erscheinende „Kolumnen“ und „Hintergrundberichte“.
Auch eine stärkere Beteiligung von Leserinnen und Lesern stellte Fuhs in Aussicht. Wie diese „aktive Einbindung“ konkret aussehen soll, ließ er jedoch offen. Angaben zu einem möglichen Starttermin, zur Finanzierung oder zur organisatorischen Umsetzung machte er ebenfalls nicht.
Sonntagszeitung lag bis 2014 in den Briefkästen von Stadt und Region Osnabrück
Die Osnabrücker Sonntagszeitung erschien bis 2014 in gedruckter Form. Maßgeblich für das Ende des Blattes waren Rückzahlungsforderungen von Anlegern, die sich über „Medienbriefe“ an dem Verlag beteiligt hatten. Es folgten die Insolvenz des Unternehmens, ein bis zum Bundesgerichtshof (BGH) geführter Rechtsstreit sowie eine mehrjährige, inzwischen verbüßte Haftstrafe des Verlegers.
Fuhs selbst hatte die Osnabrücker Sonntagszeitung damals unter Verweis auf Verbreitungsanalysen als „reichweitenstärkste Zeitung im Verbreitungsgebiet“ bezeichnet.
Fuhs spricht auch über mögliche rechtliche Schritte
Im Zusammenhang mit seinen neuen Zeitungsplänen kündigt Fuhs zudem an, sich erneut mit früheren juristischen Auseinandersetzungen rund um das Ende seines Verlages befassen zu wollen. Dabei geht es nach seinen Angaben um mögliche „Schadenersatzforderungen“ gegen mehrere Beteiligte und um einen „hohen zweistelligen Millionenbetrag“. Nach Angaben des Verlegers, kann er sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs stützen. Ziel, so Fuhs, sei es auch, seine damaligen Anleger zu entschädigen.
Eine offizielle Ankündigung eines neuen Online-Angebots der „Osnabrücker Sonntagszeitung“ liegt bislang nicht vor. Vor Antritt seiner Haftstrafe hatte Norbert Fuhs bereits kurzzeitig eine Online-Variante seiner Sonntagszeitung gestartet.