14 angezeigte Körperverletzungen, drei Beleidigungen und eine Sachbeschädigung – dennoch spricht die Polizei von einer „überwiegend positiven Bilanz“ des Ossensamstags.
Bis Sonntagvormittag summierte sich die Zahl der angezeigten Körperverletzungsdelikte nach Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück auf 14. Bereits am frühen Samstagabend waren acht Fälle bekannt geworden – deutlich mehr Gewalt als in den Vorjahren, bei gleichzeitig sinkenden Besucherzahlen.
Viel mehr Gewalttaten an Ossensamstag als in den Vorjahren
Der Blick zurück fällt deutlich aus: Im Jahr 2025 wurde am Ossensamstag lediglich eine einzige Körperverletzung registriert. HASEPOST berichtete darübert „2025 nur eine Körperverletzung am Ossensamstag“. Die jetzt gemeldeten 14 Fälle liegen damit um ein Vielfaches höher als im Vorjahr.
Auch 2024 hatte die Polizei von einer weitgehend ruhigen Veranstaltung gesprochen und lediglich „wenige Fälle“ genannt, bei denen Einsatzkräfte einschreiten mussten. Entsprechend berichtete unsere Redaktion hier: „2024 sprach die Polizei von nur ‚wenigen Fällen‘“.
Ein Drittel weniger: Ossensamstag 2026 fehlten die Besucher
Nach Angaben der Polizei verfolgten in diesem Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Menschen den Umzug in der Osnabrücker Innenstadt. In den Jahren zuvor waren regelmäßig Besucherzahlen um die 30.000 genannt worden. Damit ist die Zahl der Feiernden im Vergleich zu früheren Ossensamstagen deutlich zurückgegangen.
Der Trend konnte bereits an „Weiberfastnacht“ beobachtet werden, als in diesem Jahr die Altstadtkneipen teilweise leer blieben bzw. das Feiern frühzeitig beendet wurde.
Wie erklärt die Polizei die Gewalt zu Ossensamstag?
Mit dem Ende des Umzugs und einem steigenden Alkoholisierungsgrad einzelner Besucherinnen und Besucher kam es laut Polizei zu mehreren Auseinandersetzungen. Einige Feiernde mussten zudem aufgrund ihres Alkoholkonsums medizinisch betreut werden.
Die registrierten Körperverletzungsdelikte seien, so die Polizei, überwiegend vereinzelt aufgetreten und durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht worden. Die Polizei war bis in die Abendstunden präsent.
Oliver Voges, Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück und polizeilicher Einsatzleiter am Ossensamstag, erklärte dennoch, der Umzug sei dank sorgfältiger Vorbereitung aller beteiligten Partner insgesamt positiv verlaufen. Die bekannt gewordenen Delikte trübten die Gesamtbilanz zwar, änderten aber nichts an der grundsätzlichen Bewertung.
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