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Startseite Deutschland & die WeltGesundheitsministerium räumt überhöhte Maskenpreise während Corona-Pandemie ein
Deutschland & die Welt

Gesundheitsministerium räumt überhöhte Maskenpreise während Corona-Pandemie ein

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 14. Januar 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 14. Januar 2025
Hinweis auf Maskenpflicht (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Das Bundesgesundheitsministerium hat zugegeben, zu Beginn der Coronakrise überhöhte Preise für Masken gezahlt zu haben. Dies wurde vor Gericht im Rahmen von Prozessen vor dem Kölner Oberlandesgericht (OLG) offengelegt, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Der damalige Fixpreis von 4,50 Euro netto je FFP2-Maske überschritt laut dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ die zulässigen Höchstpreise und verstieß gegen Preisvorschriften für öffentliche Aufträge, die verkehrsübliche Preise fordern.

Verstoß gegen Preisvorschriften

Anwälte des Bundesgesundheitsministeriums erklärten Ende Dezember 2024, dass es im Frühjahr 2020 unter Jens Spahn (CDU), dem damaligen Gesundheitsminister, einen Verstoß gegen die Preisvorschriften gegeben habe. Diese seien im Rahmen eines speziellen Bestellverfahrens missachtet worden. Bisher hatte das Ministerium die hohen Preise mit der chaotischen Marktlage und dem Maskenmangel zu Beginn der Pandemie gerechtfertigt.

Prozesstaktische Beweggründe

Bis Oktober 2020 hatte das Ministerium im Bundestag explizit bestritten, mit dem im Open-House-Verfahren angebotenen Preis gegen Vorschriften verstoßen zu haben. Hierbei habe es auf Preisstichproben verwiesen, die dies unterstützen sollten. Die neue Linie vor Gericht erklärt das Bundesgesundheitsministerium nun mit prozesstaktischen Gründen. „Der Vortrag des BMG vor dem OLG Köln hat ausschließlich zivilprozessuale Gründe, er stellt die Schlüssigkeit der Klage in Frage“, äußerte sich das Ministerium auf Anfrage von „Capital“.

Reaktion auf anhängige Klagen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und seine Anwälte versuchen, durch die neue Strategie den möglichen Schadensersatz in den Maskenverfahren zu minimieren. Dafür greifen sie den damaligen Kaufpreis von 4,50 Euro als nicht gesetzeskonform an. Aktuell sind rund 100 Klagen von Lieferanten mit einem Gesamtstreitwert von etwa 2,3 Milliarden Euro anhängig.

Das Ministerium hat zuletzt mehrere teure Niederlagen vor dem Kölner OLG erlitten. In einem aktuellen Fall wies das Gericht die neue Argumentation bezüglich der Maskenpreise jedoch zurück und verurteilte das Ministerium zur Zahlung des vollen Kaufpreises plus Verzugszinsen.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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