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Startseite Deutschland & die WeltGDL fordert nach tödlichem Angriff mehr Personal in ICE-Zügen
Deutschland & die Welt

GDL fordert nach tödlichem Angriff mehr Personal in ICE-Zügen

von Hasepost Redaktion 10. Februar 2026
von Hasepost Redaktion 10. Februar 2026
ICE-Lokführer unterhalten sich am Gleis / via dts Nachrichtenagentur
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Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter der Deutschen Bahn erhöht die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Druck auf den Bahn-Vorstand. In einem offenen Brief wirft sie dem Unternehmen vor, seit Jahren bekannte Sicherheitsprobleme im Zugbegleitdienst nicht ausreichend anzugehen und fordert grundlegende Änderungen bei Personalbesetzung und Sicherheitsmaßnahmen. Besonders kritisiert wird das im Fernverkehr eingeführte „1:1-Konzept“ mit deutlich reduzierter Zugbegleitung.

GDL kritisiert fehlende Konsequenzen trotz bekannter Gewaltlage

Adressiert ist der offene Brief an Fernverkehrsvorstand und Bahn-Chefin Evelyn Palla. Über das Schreiben berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Dieser Vorfall ist kein isoliertes, unvorhersehbares Einzelereignis“, heißt es darin. „Übergriffe, Bedrohungen und Gewalt gegen Beschäftigte im Zugbegleitdienst sind seit Jahren bekannt.“
Immer wieder seien die Sicherheitsprobleme in der Vergangenheit sogar „durch den Vorstand selbst“ in Monatsgesprächen mit dem Gesamtbetriebsrat der Bahn-Tochter DB Fernverkehr thematisiert worden, gebessert habe sich aber nichts. „Ein unverändertes Fortführen der bisherigen Einsatz- und Besetzungskonzepte ist nach einem tödlichen Gewaltvorfall rechtlich nicht haltbar“, so die GDL.

Kritik am „1:1-Konzept“ und faktischer Alleinarbeit

Im Gegensatz zum Regionalverkehr, wo das Besetzungskonzept maßgeblich von den Ländern und deren Aufgabenträgern festgelegt wird, liegt die Ausgestaltung im Fernverkehr in der Hand der Deutschen Bahn. Im Sommer 2024 hatte sie dort ihr neues „1:1-Konzept“ ausgerollt. Es bedeutet, dass nicht wie früher ein Zugchef und zwei, drei oder sogar vier Zugbegleiter für einen ICE zuständig sind, sondern nur noch ein Zugchef und ein Zugbegleiter.
„An einzelnen Tagen kommt es sogar zu 1:0-Besetzungen, bei denen Beschäftigte faktisch allein für Betrieb, Service, Kontrolle und den Umgang mit Konfliktsituationen verantwortlich sind“, heißt es in dem offenen Brief der Gewerkschaft. „Diese Formen faktischer Alleinarbeit sind angesichts der bekannten Gewaltlage nicht hinnehmbar.“

Forderung nach Mindestbesetzung und mehr Sicherheitstechnik

Die Gesamtbetriebsräte der Bahn-Tochter DB Fernverkehr fordern den Vorstand nun auf, eine „verbindliche Mindestbesetzung“ auf ICEs einzuführen. Bei Zügen ab neun Wagen sei eine „Mindestbesetzung von 1:2“ erforderlich, sprich: ein Zugchef und zwei Zugbegleiter. Darüber hinaus fordert die GDL „den Ausschluss jeglicher 1:0-Besetzungen“. Alleinarbeit im Zugbegleitdienst sei mit den bekannten Risiken unvereinbar und stelle eine „unzulässige Gefährdung von Leben und Gesundheit dar“.
Außerdem müssten die Präsenz von Sicherheitskräften deutlich erhöht, „flächendeckend und zu jeder Zeit“ Bodycams zur Verfügung gestellt sowie eine datenschutzkonforme Kameraüberwachung in den Zügen umgesetzt werden, so die Gewerkschaft.

✨ mit KI bearbeitet

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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