Vierter Antrag in sechs Jahren – Filialen bleiben vorerst offen
Die Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Wie die Tagesschau berichtet, handelt es sich um den vierten Antrag dieser Art innerhalb von sechs Jahren. Die 83 verbliebenen Filialen sollen vorerst weiter geöffnet bleiben, und der Geschäftsbetrieb werde zunächst fortgesetzt, so das Unternehmen. Rund 12.000 Mitarbeiter sind bei Galeria beschäftigt, deren Zukunft nun ungewiss ist. Ob Insolvenzgeld gezahlt wird oder weitere Standorte geschlossen werden müssen, ist noch unklar.
Galeria beantragt Insolvenzverfahren
Galeria begründet den Antrag damit, dass dieser den rechtlichen Rahmen schaffe, um die aktuelle Situation zu ordnen und das Unternehmen zu stabilisieren. Hintergründe zu den finanziellen Schwierigkeiten wurden jedoch nicht genannt, wie der Spiegel berichtet. Das Unternehmen kündigte an, zeitnah über die weitere Entwicklung zu informieren.
Galeria-Karstadt Kaufhof: Umsatz halbiert in sechs Jahren
Laut dem Handelsforschungsinstitut EHI sind die Erlöse von Galeria in den vergangenen Jahren stark gesunken. 2019 erzielte das Unternehmen, damals noch unter dem Namen Galeria Karstadt Kaufhof, mit 174 Filialen einen Nettoumsatz von 4,5 Milliarden Euro. Sechs Jahre später, mit weniger als der Hälfte der Standorte, lag der Umsatz nur noch bei 2 Milliarden Euro.
Neue Eigentümer übernehmen Galeria mit Liquiditätsproblemen
Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Der Sitz des Unternehmens wurde von Essen nach Düsseldorf verlegt. Bereits im April 2026 hatten mehrere Vermieter ausbleibende Mietzahlungen beklagt, woraufhin die Geschäftsführung von Liquiditätsschwankungen sprach und um Stundungen bat.