Trotz steigender Energiepreise bleiben die G7-Staaten bei den Sanktionen gegen Russland hart.
Trotz der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Krieges haben die G7-Staaten eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen. Dies teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach einer Videoschalte mit anderen Staats- und Regierungschefs der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) mit. Diese Situation rechtfertige keinesfalls eine Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen, erklärte Macron. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte vor einer Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl. Dies sei nicht der Moment, um Sanktionen gegen Russland zu lockern, schrieb von der Leyen auf X nach einem Telefonat mit Vertretern der G7-Staaten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstützte diese Haltung und sagte, eine Lockerung der Sanktionen würde die russische Aggression anerkennen, was absolut ungerecht wäre. Der ukrainische Präsident betonte, dass nicht alles von der Ukraine abhänge, sondern auch vom Willen Russlands, den Krieg zu beenden.
Selenskyj fordert Plan B gegen Ungarn
Selenskyj äußerte sich auch zu den von Ungarn blockierten EU-Hilfen und forderte einen Plan B, um weitere Erpressungsversuche von Ungarns Regierungschef Viktor Orban abzuschmettern. Der Streit zwischen Kiew und Budapest hat sich zuletzt verschärft, da Ungarn die schnelle Reparatur der durch russische Angriffe beschädigten Ölpipeline Druschba fordert, über die es günstiges russisches Öl bezieht. Die Ukraine hat hingegen betont, dass die Reparatur langwierig sei. Unterdessen trafen sich eine russische Delegation unter Leitung des Putin-Sondergesandten Kirill Dmitrijew und eine US-Delegation in Florida. Die Teams diskutierten eine Vielzahl von Themen und vereinbarten weitere Kontakte, wie der US-Sondergesandte Steve Witkoff mitteilte. Dmitrijew ist der russische Sonderbeauftragte für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland und spielt bei den Verhandlungen mit den USA eine wichtige Rolle. Medienberichten zufolge hat Dmitrijew in den vergangenen Monaten ein gutes Verhältnis zu Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff aufgebaut.
USA vermitteln in Ukraine-Russland-Verhandlungen
In den USA wirbt er regelmäßig für bessere Wirtschaftsbeziehungen, sofern der Krieg gegen die Ukraine unter russischen Bedingungen endet. Das Treffen in Florida dürfte der Vorbereitung einer vierten Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA dienen. Die ersten drei Treffen fanden im Januar und Februar in Abu Dhabi und Genf statt. Das vierte Treffen soll laut Angaben der Ukraine mutmaßlich kommende Woche in der Türkei abgehalten werden. Die bisherigen Verhandlungsrunden waren weitgehend ergebnislos geblieben. In der Zwischenzeit gehen die Kämpfe weiter. Die Ukraine hat in der Nacht ein Öldepot in der russischen Region Krasnodar angegriffen, wobei ein Feuer ausbrach.
Ukraine und Russland beschuldigen sich gegenseitig
Verletzt wurde niemand, wie der regionale Krisenstab mitteilte. Das russische Verteidigungsministerium meldete zudem, dass die Luftabwehr in der Nacht 80 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört habe. Bei einem russischen Angriff im Norden der Ukraine wurde eine 15-Jährige getötet und ihre Eltern verletzt, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Zwei Wohnhäuser seien beschädigt worden. Die Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig vor, Zivilisten anzugreifen und den Konflikt zu eskalieren. Das russische Außenministerium verurteilte einen ukrainischen Angriff auf die westrussische Stadt Brjansk als Terrorakt, bei dem britische Raketen eingesetzt worden seien. Die Ukraine erklärte hingegen, sie habe eine wichtige Fabrik für Raketenkomponenten getroffen.
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