Es sind Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden können. Am Samstagnachmittag (28. Februar) gegen 16:45 Uhr wird eine Frau im Bereich der Martinistraße in Osnabrück plötzlich auf die Fahrbahn gestoßen (HASEPOST berichtete). Ein herannahendes Auto kann nur durch eine Vollbremsung einen Zusammenstoß verhindern. Was zunächst wie eine gefährliche Körperverletzung klingt, wird nun als versuchter Mord eingestuft.
Dramatische Szene auf der Martinistraße
Der Vorfall ereignete sich am Samstag im belebten Bereich der Martinistraße in Osnabrück. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 47-jähriger Mann eine Fußgängerin unvermittelt auf die Straße gestoßen haben. Die Frau geriet direkt in den Fahrbereich eines stadtauswärts fahrenden Pkw. Nur dank der schnellen Reaktion der Autofahrerin oder des Autofahrers kam es nicht zur Katastrophe. Durch ein abruptes Bremsmanöver konnte das Fahrzeug rechtzeitig gestoppt werden. Die auf die Straße gestoßene Frau wurde bei dem Vorfall glücklicherweise nur leicht verletzt.
Ermittlungen wegen versuchten Mordes
Die Brisanz des Geschehens zeigte sich in den darauffolgenden Ermittlungen. In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft stuften Polizei und Anklagebehörde die Tat rechtlich als versuchten Mord ein. Der Tatverdächtige, ein 47 Jahre alter Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurde am Montag (2. März) festgenommen. Am Dienstag (3. März) wurde er einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.
Wer saß am Steuer?
Von zentraler Bedeutung ist nun eine bislang unbekannte Person: die Fahrerin oder der Fahrer des Autos, das die Gefahrenbremsung durchführte. Das Fahrzeug kann derzeit nicht näher beschrieben werden. Fest steht jedoch, dass dessen schnelle Reaktion möglicherweise ein schweres oder sogar tödliches Unglück verhindert hat. Die Polizei bittet die betreffende Person sowie weitere mögliche Zeuginnen und Zeugen dringend, sich unter 0541/327-3103 oder 0541/327-2215 zu melden.
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