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Startseite AktuellFeministischer Frühling: Was hat es mit Plakat-Aktion in Osnabrück auf sich?
AktuellOsnabrück

Feministischer Frühling: Was hat es mit Plakat-Aktion in Osnabrück auf sich?

von Dominik Lapp 21. März 2025
von Dominik Lapp 21. März 2025
Plakat in Osnabrück. / Foto: Dominik Lapp
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Seit wenigen Tagen prägen Plakate das Stadtbild der Osnabrücker Innenstadt. Verantwortlich für die Aktion ist das so genannte „Unordnungsamt“, eine Aktivistengruppe, die im Rahmen des Feministischen Frühlings auf bestehende Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufmerksam machen will und in einer Mitteilung von knapp 200 Plakaten spricht. Die Plakate zeigen alarmierende Statistiken zu Themen wie Gewalt gegen Frauen und Geschlechterverhältnisse in der Arbeitswelt.

Ist Deutschland nicht so fortschrittlich wie es scheint?

Auf den Postern sind klare Botschaften zu lesen: „Häusliche Gewalt an einer Frau: alle 3 Minuten“, „Mord: Täter 88 %, Täterinnen 12 %“ oder „Spitzenpositionen in den 160 größten deutschen Unternehmen 2023: Männer 96 %, Frauen 4 %“. Die Aktivistinnen und Aktivisten wollen damit aufzeigen, dass Deutschland in Sachen Gleichberechtigung oft fortschrittlicher erscheint, als es tatsächlich ist. „Die Zahlen belegen, dass wir als Gesellschaft noch lange nicht dort sind, wo wir sein sollten“, erklärt eine Sprecherin.

Feministischer Frühling in Osnabrück. / Foto: Dominik Lapp

In der Großen Straße macht ein Plakat an einem Container auf die Verteilung von Männern und Frauen in Spitzenpositionen aufmerksam. / Foto: Dominik Lapp

Patriarchale Strukturen weiterhin präsent

Die Plakatkampagne macht deutlich, wie tief patriarchale Strukturen das gesellschaftliche Leben prägen. Frauen arbeiten im Durchschnitt mehr Stunden pro Woche als Männer, oft aufgrund unbezahlter Care-Arbeit in Haushalt und Kindererziehung. Gleichzeitig sind sie in Spitzenpositionen unterrepräsentiert und verdienen weniger, selbst bei gleicher Arbeit und Stundenanzahl. Dies führt dazu, dass viele Frauen finanziell abhängig sind und ein erhöhtes Armutsrisiko tragen, insbesondere im Alter.

Auch geschlechtsspezifische Gewalt bleibt ein gravierendes Problem: Laut den Aktivistinnen und Aktivisten gab es im Jahr 2024 in Deutschland 360 Femizide, also Tötungen von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Zudem wird alle drei Minuten eine Frau Opfer häuslicher Gewalt. „Diese Zahlen sind erschreckend und zeigen, dass Gewalt überproportional oft von Männern ausgeht und Frauen trifft. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen“, so die Sprecherin weiter.

Feministischer Frühling in Osnabrück. / Foto: Dominik Lapp

Ein Plakat in der Dielingerstraße, Ecke Krahnstraße, macht auf Femizide aufmerksam. / Foto: Dominik Lapp

Forderung nach Maßnahmen

Das „Unordnungsamt“ fordert konkrete Maßnahmen gegen diese Missstände. Notwendig seien mehr niedrigschwellige Hilfsangebote und Schutzräume für von Gewalt betroffene Frauen sowie unbürokratische, schnelle Hilfe. Auch ein gesellschaftliches Umdenken sei erforderlich: „Wir brauchen eine Gesellschaft, die nicht auf Diskriminierung und Gewalt basiert, sondern gleiche Chancen für alle Menschen schafft, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialen Voraussetzungen.“

Aktivismus durch kreativen Protest

Das „Unordnungsamt“ ist aus der lokalen Extinction-Rebellion-Gruppe hervorgegangen. Die Aktivistinnen und Aktivisten setzen auf kreativen Protest, zivilen Ungehorsam und direkte Aktionen, um auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. Ihr Ziel ist es, bestehende Machtverhältnisse zu hinterfragen und alternative, solidarische Strukturen zu fördern.

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Dominik Lapp

Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.

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