FDP-Vize Henning Höne will auf dem Bundesparteitag Ende Mai für das Amt des Parteivorsitzenden kandidieren und sich dabei als alleiniger Bundesvorsitzender zur Wahl stellen. Er begründet seinen Schritt mit der Notwendigkeit eines Neuanfangs in der Partei und kritisiert den bisherigen Kurs der Parteiführung als unzureichend, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
FDP-Vize Henning Höne will beim Bundesparteitag Ende Mai für das Amt des Parteivorsitzenden kandidieren. „Unsere Perspektive, unsere Art Politik zu machen, wird gebraucht“, sagte er am Donnerstag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Aber dafür müsse man einen Neuanfang schaffen. „Ich will der Partei ein Angebot dafür machen und auf dem Bundesparteitag Ende Mai als Bundesvorsitzender kandidieren.“
Keine Doppelspitze, aber Lob für Parteikollegen
Höne gab an, als alleiniger Vorsitzender kandidieren zu wollen und nicht als Teil einer Doppelspitze. „Mein Angebot ist eines, das ich allein mache“, sagte er der FAZ. Die EU-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte zuletzt öffentlich durchblicken lassen, dass sie sich vorstellen könnte, zusammen mit Höne für eine Doppelspitze zu kandidieren. Höne sagte der FAZ, er freue sich, wenn auch andere Persönlichkeiten sich weiterhin stark einbrächten. „Wir brauchen Marie-Agnes Strack-Zimmermann, wir brauchen Wolfgang Kubicki und viele andere.“
Neustart nach angekündigtem Rücktritt des Bundesvorstands
Hönes Bewerbung um den Parteivorsitz kommt nur wenige Tage, nachdem Anfang der Woche der Bundesvorstand der FDP angekündigt hatte, zum Bundesparteitag Ende Mai gesammelt zurückzutreten. Parteichef Christian Dürr hatte das als Ausdruck des Willens beschrieben, sich dort eine neue Legitimation zu holen, sich also in dem von ihm eingeschlagenen Kurs bestätigen zu lassen. Dürr selbst will wieder als Parteivorsitzender antreten.
Kritik an Kurs und Forderung nach „neuen Köpfen“
Höne kritisierte diesen Kurs. „Wir haben nicht nur Wahlen verloren, sondern auch viel Vertrauen“, sagte er der FAZ. „Das wollen wir zurückgewinnen. Wir haben seit der Bundestagswahl schon zu viel Zeit verstreichen lassen. Darum brauchen wir dringend einen Neustart im Mai.“ Dieser könne nur mit „neuen Köpfen“ gelingen. Dürr sehe er nicht als Teil eines neuen Vorstandes, sagte Höne der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
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