Familienministerin Karin Prien (CDU) hat die umstrittene EU-Richtlinie zur Lohntransparenz gegen Kritik verteidigt. Die Richtlinie solle für mehr Klarheit bei Entgeltstrukturen sorgen und gleichzeitig möglichst bürokratiearm umgesetzt werden, betonte sie in einem Interview. Zugleich verwies sie auf weiterhin bestehende Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland.
„Gleiche Arbeit soll auch gleich entlohnt werden“
Familienministerin Karin Prien (CDU) verwies auf bestehende Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen. "Es ist schwer zu akzeptieren, dass Frauen in Deutschland noch immer – bereinigt – rund sechs Prozent weniger verdienen als Männer in vergleichbarer Position", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die Entgelttransparenzrichtlinie schafft Klarheit. Denn gleiche Arbeit soll auch gleich entlohnt werden – für Männer und Frauen", so Prien weiter.
Unternehmenskultur im Fokus
Auf die Nachfrage, ob die Missgunst im Betrieb steige, wenn Gehälter offengelegt werden müssten, verwies Prien auf die Verantwortung der Unternehmen. "Es ist eine Frage der Unternehmenskultur, wie man mit solchen Instrumenten umgeht. Wir haben in Deutschland bereits eine ganze Reihe von Unternehmen, die davon überzeugt sind, dass faire und transparente Vergütungsstrukturen ein Wettbewerbsvorteil sind", sagte die Ministerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Bürokratiearme Umsetzung und digitale Hilfen
Zur praktischen Umsetzung der EU-Richtlinie kündigte Prien an, Belastungen für Unternehmen möglichst gering halten zu wollen. Die Richtlinie wolle sie "so bürokratiearm umsetzen wie möglich", sagte Prien den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deutschland sei in einer Situation, in der die Konkurrenzfähigkeit "die entscheidende Frage" sei. Es würden digitale Instrumente zur Verfügung gestellt, die es auch kleineren Unternehmen erleichtern würden, den Anforderungen zu entsprechen.
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