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Startseite AktuellFalscher Vorwand, echtes Risiko: Serie von Wohnungstaten beschäftigt Polizei Osnabrück
Aktuell

Falscher Vorwand, echtes Risiko: Serie von Wohnungstaten beschäftigt Polizei Osnabrück

von Hasepost 13. Januar 2026
von Hasepost 13. Januar 2026
Polizei (Symbolfoto) / Foto: dts
70
📍Ort des Geschehens: Osnabrück (Gesamtstadt)

Mehrere Vorfälle an einem Nachmittag beschäftigen derzeit die Polizei in Osnabrück. Innerhalb weniger Stunden kam es am Freitag (9. Januar) zu drei Taten mit ähnlichem Vorgehen in verschiedenen Stadtteilen. Betroffen waren vor allem ältere Menschen. In einem Fall erbeuteten die Täterinnen Schmuck.

Drei Taten in kurzer Zeit

Die Vorfälle ereigneten sich an der Bremer Straße, der Natruper Straße und der Wersener Straße. In zwei Fällen blieb es beim Versuch, in einem Fall wurde ein Wohnungsraub vollendet. Die Polizei geht aufgrund des identischen Begehungsmusters von einem möglichen Zusammenhang aus.

Begonnen hatte die Serie gegen 13:00 Uhr an der Bremer Straße nahe der Goldkampstraße. Unbekannte Täterinnen versuchten zunächst, eine hölzerne Hauseingangstür aufzubrechen. Anschließend betraten zwei Frauen den Hausflur und schauten sich im Gebäude um. Ein 78-jähriger Bewohner wurde auf sie aufmerksam und sprach sie an. Daraufhin versuchten die Frauen, den Mann ohne Gewalt in seine Wohnung zu drängen. Zu einem Schaden oder Diebstahl kam es jedoch nicht.

Gewaltsamer Zutritt an der Natruper Straße

Am Nachmittag gegen 16:45 Uhr klingelten zwei unbekannte Frauen an der Wohnungstür einer lebensälteren Bewohnerin an der Natruper Straße nahe der Piesberger Straße. Nachdem die Tür geöffnet worden war, drängten die Täterinnen die Frau durch Schieben zurück in die Wohnung und verschafften sich so gewaltsam Zutritt. Die Bewohnerin konnte die Frauen jedoch nach kurzer Zeit wieder aus der Wohnung drängen. Auch hier wurde nach bisherigen Erkenntnissen nichts entwendet.

Schmuckdiebstahl an der Wersener Straße

Anders verlief der dritte Fall gegen 17:30 Uhr an der Wersener Straße nahe dem Teichweg. Dort gelangten zwei Frauen unter einem Vorwand in die Wohnung einer 79-jährigen Frau. Während sie die Seniorin in der Küche in ein Gespräch verwickelten, durchsuchte eine weitere bislang unbekannte Person die übrigen Räume. Dabei wurde Schmuck gestohlen, die genaue Schadenshöhe ist noch unklar.

Gleicher Vorwand, ähnliches Vorgehen

Nach aktuellem Ermittlungsstand gaben die Täterinnen bei allen drei Taten an, einen Schlüssel für eine Nachbarin abgeben zu wollen. In mindestens zwei Fällen nutzten sie das Öffnen der Tür, um die Bewohnerinnen und Bewohner in die Wohnung zurückzudrängen. Eine sofort eingeleitete Fahndung im Nahbereich blieb bislang ohne Erfolg.

Täterinnenbeschreibung und Zeugenaufruf

Die Polizei beschreibt eine der Haupttäterinnen als etwa 35 bis 40 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß und korpulent. Sie trug einen auberginefarbenen Mantel, Winterschuhe oder Halbstiefel sowie einen auffälligen dicken Schal und hatte kinnlange braune Haare. Die zweite Frau soll etwa 25 bis 30 Jahre alt und rund 1,70 Meter groß sein. Sie hatte schulterlange schwarze Haare, trug eine schwarze Jacke, schwarze Schuhe sowie eine blaue Jeans mit einem Loch am Knie. Zudem wird von einer dritten beteiligten Person ausgegangen, die offenbar für das Durchsuchen der Wohnungen zuständig war.

Die Polizei ermittelt wegen versuchten und vollendeten Wohnungsraubs und bittet um Hinweise. Zeugen, die am Freitagnachmittag verdächtige Personen oder Situationen in den genannten Bereichen beobachtet haben oder Angaben zu den beschriebenen Personen machen können, werden gebeten, sich unter den Telefonnummern 0541/327-3303 oder 0541/327-2215 bei der Polizei zu melden.

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