Der stellvertretende Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF), Kurt Bartels, warnt vor negativen Auswirkungen der geplanten Führerscheinreform von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) auf die Verkehrssicherheit. Er kritisiert, die Reform stehe im Widerspruch zu internationalen Sicherheitszielen und werde zudem die Kosten für den Führerschein nicht senken. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe) äußert Bartels grundlegende Bedenken gegen zentrale Elemente der Pläne.
Kritik an Verstoß gegen „Vision Zero“
Der stellvertretende BVF-Vorsitzende Kurt Bartels sieht in den Reformplänen von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) eine Gefährdung der Verkehrssicherheit. „Was Schnieder vorhat, widerspricht der Vision Zero – also der internationalen Strategie, die Zahl der Verkehrstoten und -unfälle auf null zu senken – eindeutig“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Nach seiner Einschätzung dürfe bei allen Überlegungen zur Veränderung der Fahrausbildung die Sicherheit nicht hinter Kostenzielen zurückstehen. „Bei allen Maßnahmen, die auch der Kosteneindämmung dienen sollen, darf die Verkehrssicherheit nicht aus den Augen gelassen werden“, betonte Bartels gegenüber der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).
BVF zweifelt an versprochener Kostenentlastung
Neben den sicherheitspolitischen Bedenken stellt Bartels laut „Rheinischer Post“ (Mittwochausgabe) auch die wirtschaftliche Plausibilität der Reform infrage. Nach seinen Worten sei die geplante Neuregelung nicht geeignet, die Kosten für den Führerscheinerwerb zu senken. „Fahrschüler müssen nach der Ausbildung und im Rahmen dieser Laienausbildung an einem Sicherheitstraining teilnehmen. Die Eltern müssen eingewiesen werden. Das alles kostet Geld“, sagte Bartels weiter der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).
Zusätzliche Angebote treiben die Ausgaben
Bartels verweist zudem auf weitere Bestandteile des Konzepts, die mit zusätzlichen Ausgaben verbunden seien. „Und im Rahmen dieses Konzepts gibt es auch eine verkehrspsychologische Beratung. Sie können sich vorstellen, dass der Verkehrspsychologe das auch ordentlich bezahlt haben will. Wiederum eine Milchmädchenrechnung“, kritisierte Bartels in der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).
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