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Startseite AktuellFährt die Lösung für das Stickoxid-Problem der Stadtbusse schon längst durch Osnabrück?
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Fährt die Lösung für das Stickoxid-Problem der Stadtbusse schon längst durch Osnabrück?

von Christian Schmidt 30. März 2017
von Christian Schmidt 30. März 2017
Fährt die Lösung für das Stickoxid-Problem der Stadtbusse schon längst durch Osnabrück?
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Ein Privatunternehmen – im Auftrag der Stadtwerke unterwegs – besitzt zwei moderne Hybridbusse. Doch diese Busse werden nicht auf der besonders dafür geeigneten Johannisstraße oder in der Hasestraße eingesetzt.

Wenn in der heutigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (StUA) der Tagesordnungspunkt 7.1 zur Sprache kommt, verspricht es spannend zu werden. Dann geht es um die Messergebnisse zu den Schadstoffwerten der Stadtwerke-Busse, die bis zu einem Artikel der HASEPOST monatelang unveröffentlicht blieben.

Legt man bei Nahverkehrsbussen die gleiche Betrachtungsweise an, die für die Messung des Abgasverhaltens von Autos üblich ist, dann liegen die Stickoxid-Werte im niedrigen Geschwindigkeitsbereich mehr als hundertfach über dem, was bei modernen PKW – selbst in der veralteten Schadstoffklasse Euro 5 – erlaubt ist. So zumindest bei den in Osnabrück untersuchten Bussen der Hersteller MAN und Mercedes Benz.

Euro-Norm für Busse orientiert sich Anforderungen für LKW

Bedingt durch ein für LKW entwickeltes Prüfschema, bei dem es nicht um die pro Kilometer Fahrt ausgestossenen Schadstoffmengen geht, sondern die Motorleistung in Verhältnis zu den Emissionen gesetzt wird, sind die für Busse geltenden Nutzfahrzeug-Grenzwerte eher ungeeignet um die Umweltbelastung von Stadbussen zu beurteilen, die nicht konstant auf der Landstraße oder Autobahn rollen. Im Stadtverkehr, zum Beispiel in der Johannisstraße oder in der Hasestraße bewegen sich die Busse in Schrittgeschwindigkeit oder im steten Stop´n Go. Hierbei zeigten die vorliegenden Messergebnisse aus dem realen Fahrbetrieb den größten Ausschlag nach oben.

2018 kommen die Elektrobusse auf der Linie 41

Abhilfe, so die Stadtwerke, sollen die ab dem kommenden Jahr für die Linie 41 (Haste/Voxtrup) bestellten Elektrobusse schaffen. Doch bis diese für alle weiteren Linien zur Verfügung stehen, dürften noch lange Jahre vergehen.
Auch die Stadtwerke wollen wohl nicht so recht an eine schnelle Elektrifizierung glauben, Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, hat das zu 100% in städtischer Hand befindliche Unternehmen erst kürzlich acht herkömmliche Diesel-Busse als „Werkstattreserve“ bestellt, von denen die ersten Exemplare noch in diesem Jahr ausgeliefert werden sollen.

Busse, die bei Langsamfahrt keine Schadstoffe ausstoßen

Neben herkömmlichen Diesel- oder modernen Elektrobussen gibt es – wie bei PKW – eine „Zwischenlösung“, den Hybridbus. Diese Fahrzeuge haben einen normalen Dieselmotor für die Streckenfahrt installiert, können aber auf langsamen Abschnitten auch rein elektrisch fahren. In der Johannisstraße, auf dem Busring am Kamp oder in der Hasestraße stößt so ein Bus dann 0 Gramm an Stickoxiden aus. Bei schnellerer Fahrt, zum Beispiel auf den Ausfallstraßen, kommt der Dieselmotor zum Einsatz, wo er im optimalen Drehzahlbereich arbeitet.
Zusätzlich kann der parallel verfügbare Elektromotor als Anfahrhilfe genutzt werden. Die Ladung der Batterien erfolgt teilweise durch die Rückführung der Bremsenergie – der Strom entsteht also zu gewissen Teilen kostenneutral.

Volvo Hybridbus

Eine Variante des Volvo-Hybridbus kann auch unterwegs über das Dach geladen werden (Foto: Hersteller)

Es gibt Hybridbusse – auch in Osnabrück

Tatsächlich fahren bereits zwei derartige Hybridbusse durch Osnabrück. Eingesetzt werden diese modernen Fahrzeuge des schwedischen Herstellers Volvo, die in der Anschaffung rund ein Drittel teurer sind als rein dieselbetriebene Busse, von einem privaten Unternehmen, das im Auftrag der Stadtwerke fährt.
Unsere Redaktion hat versucht von Irene Meier, der Geschäftsführerin der Firma OWR Reisen, mehr zu ihrer Motivation und den Erfahrungen mit den Hybridbussen zu erfahren. Leider wollte Frau Meier nicht auf unsere telefonische Anfrage antworten. Auch unsere Bitte um die schriftliche Beantwortung von ein paar Fragen zum Einsatz der umweltfreundlichen Busse blieb unbeantwortet. Gerne hätten wir auch erfahren, ob der Auftraggeber, die Stadtwerke Osnabrück, für den Einsatz oder die Anschaffung dieser schadstoffarmen Busse einen Zuschlag zahlt oder diese Privatinitiative sonstwie fördert.

Hybridbusse fahren nicht durch die Johannisstraße

Der Einsatz der modernen Hybridbusse der Firma OWR im Netz der Stadtwerke wirft Fragen auf. So werden die bei Langsamfahrt emissionsfrei fahrenden Busse nicht etwa auf besonders dafür geeigneten Strecken eingesetzt, zum Beispiel durch die Hasestraße oder die besonders mit Stickoxiden belastete Johannisstraße, sondern, so die Auskunft der Stadtwerke, ausschließlich auf den Linien 11, 81/82 und 91/92.
„
Eine Änderung/Umstellung der Beauftragung auf andere Linien hat Auswirkungen auf das gesamte Liniennetz. Zudem ist bekanntermaßen ja geplant, die Linie 41 ab 2018 ausschließlich mit E-Bussen zu bedienen“, so Stadtwerkesprecher Marco Hörmeyer auf Nachfrage unserer Redaktion.

Stadtwerke wollen selbst keine Hybridbusse einsetzen

Die Anschaffung der Hybridbusse sei „eine unternehmerische Entscheidung der Firma OWR“, so der Stadtwerkesprecher, und weiter: „Wir haben uns aus mehreren Gründen gegen die Anschaffung von Hybridbussen entschieden:

  • Erfahrungswerte/Erkenntnisse aus der Nahverkehrsbranche: Die technische Verfügbarkeit entspricht nicht unseren Vorstellungen/Maßstäben; zudem ist die Wirtschaftlichkeit und Nachnutzung der Fahrzeuge zu hinterfragen.
  • Brückentechnologie: Nach unserer Auffassung handelt es sich um eine temporäre Brückentechnologie. Wir haben uns daher bewusst gegen eine dritte Antriebsart entschieden und setzen ausschließlich auf die Umstellung auf Elektroantrieb.“
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Christian Schmidt

Christian Schmidt sammelte seine ersten journalistischen Erfahrungen an der Leine, bevor es ihn an die Hase verschlug. Auf den Weg von Hannover nach Osnabrück brachte ihn sein Studium an der Universität Osnabrück, das ihm (zum Glück) genügend Zeit lässt, den Journalismus als "Talentberuf" zu erlernen. Neben der Hasepost, gehören einige Fachzeitschriften aus dem Bereich Bau und Architektur zu den regelmässigen Abnehmern seiner Artikel. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/20280-370.

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