Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen trotz der aktuellen geopolitischen Spannungen
Lane warnte bereits vor den Folgen eines länger andauernden Krieges im Nahen Osten. Dies könne die Wirtschaft bremsen und die Inflation anheizen. Eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten ist eines der wichtigsten Risikoszenarien, die von der EZB beobachtet werden. Noch vor wenigen Wochen schien die EZB in einer komfortablen Lage im Kampf gegen die Teuerung im Währungsraum zu sein. Mit einer Rate von 1,9 Prozent im Februar lag die Inflation nahe am mittelfristigen Ziel der Notenbank von 2,0 Prozent. Doch mit dem Krieg im Nahen Osten und dem damit einhergehenden Ölpreisschock wächst die Sorge vor einem starken Anziehen der Inflation.
Inflation steigt durch Iran-Krieg auf über 2,5 Prozent
Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung erwartet, dass die Inflation in der ersten Jahreshälfte von zuletzt knapp 2 Prozent merklich über 2,5 Prozent steigen wird. Die Folgen des Iran-Kriegs haben mit steigenden Spritpreisen und teurerem Gas längst auch Deutschland erreicht. Zöge sich der Krieg über Monate hin, würde der Ölpreis weiter steigen und mit ihm die Inflation in der Eurozone schätzungsweise auf mindestens drei Prozent, sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Die EZB will verhindern, dass sie auf eine mögliche neue Preiswelle zu spät reagiert. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 stand die Zentralbank in der Kritik, den damaligen Preisanstieg lange unterschätzt zu haben. Die Inflation im Euroraum schnellte zeitweise auf mehr als zehn Prozent nach oben.
EZB warnt vor Wiederholung der Ukraine-Krise-Fehler
Die Notenbank will verhindern, dass sie auf eine mögliche neue Preiswelle zu spät reagiert. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 stand die EZB in der Kritik, den damaligen Preisanstieg lange unterschätzt zu haben. Die Inflation im Euroraum schnellte zeitweise auf mehr als zehn Prozent nach oben. Das kostete die Verbraucher Kaufkraft und die EZB Glaubwürdigkeit. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach von einem großen Schock, mit dem die EZB konfrontiert sei. Die Notenbankerin betonte jedoch auch, dass der EZB-Rat gut gerüstet sei, um diese Unsicherheit zu bewältigen.
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