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Startseite Deutschland & die WeltExperte: Wolfsjagd sinnlos, Herdenschutz priorisieren
Deutschland & die Welt

Experte: Wolfsjagd sinnlos, Herdenschutz priorisieren

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 11. April 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 11. April 2025
Foto: dts
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Die geplante Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht durch die neue Koalition aus Union und SPD stößt auf Kritik. James Brückner, Leiter des Wildtierreferats beim Deutschen Tierschutzbund, lehnt diesen Vorstoß ab und fordert einen Fokus auf präventive Maßnahmen zum Herdenschutz. Die EU-Kommission wird dabei von der künftigen Regierung unterstützt. Der Deutsche Bauernverband verweist auf die Belastung der Landwirte durch Wolfsangriffe.

Kritik an der Aufnahme ins Jagdrecht

James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund äußert scharfe Kritik an den Plänen der neuen Koalition aus Union und SPD, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. „Dass die neue Koalition aus Union und SPD das Bestreben der EU-Kommission zur Absenkung des Schutzstatus des Wolfs unterstützt und ihn ins Jagdrecht aufnehmen will, ist populistisch und reine Klientelpolitik“, erklärte er gegenüber der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Brückner bemängelt, dass Jagd- und Landwirtschaftsverbände bereits seit Langem Stimmungsmache gegen Wölfe betreiben, obwohl die Wolfspopulation in Deutschland zu gering sei, um eine pauschale Bejagung in Betracht zu ziehen.

Fokus auf Herdenschutz gefordert

Brückner fordert, die Regierung solle sich stärker auf Maßnahmen zum Herdenschutz konzentrieren. „Die Statistik zeigt, dass nach wie vor der Großteil von gerissenen Weidetieren nicht oder nur unzureichend geschützt war“, betonte er. In Deutschland lebten im Monitoringjahr 2023/2024 laut Angaben des Bundesamts für Naturschutz 209 Wolfsrudel, 46 Wolfspaare und 19 sesshafte Einzelwölfe. Wölfe spielen als Schlüsselart eine wichtige Rolle in ihrem Ökosystem, indem sie kranke und schwache Tiere jagen und so die Gesundheit der Beutetierpopulationen sichern.

Schäden durch Wolfsangriffe

Der Deutsche Bauernverband verweist auf die Schäden, die den Bauern durch Wölfe entstehen. Im Jahr 2022 seien laut Verband 4.366 Nutztiere durch Wölfe verwundet oder getötet worden. Derzeit ist die Bejagung des Wolfs nur in wenigen Bundesländern erlaubt, jedoch können seit 2020 bundesweit problematische Wölfe aus ihren Rudeln entnommen werden. Um Bauern beim Schutz ihrer Herden zu unterstützen, gibt es eine Förderrichtlinie, die den Bau von Schutzzäunen und die Anschaffung von Herdenschutzhunden fördert.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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