Angesichts stagnierender Umfragewerte auf Bundesebene fordert der ehemalige Grünen-Chef Omid Nouripour mehr Freiräume für das Führungspersonal seiner Partei. In einem Interview äußerte er zudem den Wunsch nach größerer Entschlossenheit auf Bundesebene und warb für mehr Geduld nach der letzten Regierungsbeteiligung. Nouripour verwies dabei auf regionale Unterschiede in den Wahlkämpfen und lobte die enge Zusammenarbeit der Parteispitze.
Mehr „Beinfreiheit“ für die Parteispitze
Der ehemalige Grünen-Chef Omid Nouripour fordert angesichts stagnierender Umfragewerte auf Bundesebene mehr „Beinfreiheit“ für das Führungspersonal seiner Partei. „Wir müssen unserem Führungspersonal mehr Beinfreiheit lassen“, sagte Nouripour zu „T-Online“ am Freitag. Nach seiner Einschätzung zeigt die Partei auf Bundesebene bislang nicht genug Profil. „Auf Bundesebene ist die Partei an der ein oder anderen Stelle noch nicht entschieden genug. Da wird noch zu viel innerer Ausgleich gesucht“, erklärte er gegenüber „T-Online“.
Regionale Schwerpunkte in Wahlkämpfen
Wie es aus seiner Sicht besser laufen könne, verdeutlichte Nouripour mit Blick auf die laufenden Wahlkämpfe. Nach seinen Worten setze die Partei in den Ländern unterschiedliche Akzente. „In Baden-Württemberg gebe es andere Schwerpunkte als in Berlin oder in Hessen. Wenn wir uns jeweils auf unsere Stärken konzentrieren, sind wir erfolgreich“, sagte er zu „T-Online“.
Appell zu Geduld und Hinweis auf stabile Führung
Nouripour mahnte zudem zu mehr Geduld im Umgang mit der aktuellen Lage der Partei. „2005 habe ich schon erlebt, wie wir aus der Regierung geflogen sind. So eine Zäsur darf man nicht unterschätzen. Es dauert, bis es sich wieder einpendelt“, sagte er zu „T-Online“. Zugleich betonte er die Rolle der derzeitigen Parteispitze. Es sei nach seinen Worten auch gut, „dass es eine Grundstabilität in der Führung gebe, die Parteivorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden arbeiteten eng zusammen“, wie er „T-Online“ sagte.
✨ mit KI bearbeitet