Der frühere FDP-Politiker Volker Wissing fordert von seiner ehemaligen Partei eine grundlegende Klärung ihrer inhaltlichen Ausrichtung. Entscheidend sei, welches Angebot die FDP den Bürgern künftig machen wolle, sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgaben).
Volker Wissing, früheres Mitglied der FDP und einst Generalsekretär der Liberalen, äußerte deutliche Kritik an der aktuellen Linie der Partei. Die zentrale Herausforderung für die FDP bestehe darin, ihr inhaltliches Profil zu schärfen. Die Partei müsse klären, „welches Angebot“ sie den Bürgern künftig machen wolle, sagte Wissing der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgaben).
Kritik an Kurs unter Christian Dürr
Besonders kritisch sieht Wissing die Ausrichtung der FDP unter dem bisherigen Parteichef Christian Dürr. Die FDP sei unter Dürr „auf libertärem Kurs“ und laufe „dem vermeintlichen Zeitgeist hinterher“, zitierte ihn die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgaben). „Die FDP rückt nach rechts.“
Zugleich verwies Wissing auf ausbleibende Wahlerfolge. Bei Wahlen sei die FDP nicht erfolgreich, so seine Einschätzung. Die Schuld dafür suche die Partei jedoch bei anderen und nicht bei sich selbst, kritisierte Wissing laut „Süddeutscher Zeitung“ (Donnerstagausgaben).
Parteivorsitz und anstehender Parteitag
Um das Amt des Parteivorsitzenden bewerben sich derzeit Dürr und der Landeschef der FDP in Nordrhein-Westfalen, Henning Höne. Der Parteitag, auf dem über die Nachfolge an der Spitze entschieden werden soll, ist für Mai geplant.
Wissings Rolle nach Bruch der Ampelregierung
Wissing war nach dem Bruch der Ampelregierung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aus der FDP ausgetreten. Er blieb jedoch als Parteiloser Teil des Kabinetts.
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