Der Europäische Rat hat ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasseranlagen im Nahen Osten gefordert und den Verlust von Menschenleben bedauert. In den am Donnerstagabend veröffentlichten Schlussfolgerungen des Ratstreffens verweisen die Staats- und Regierungschefs zudem auf die weitreichenden Auswirkungen der Kampfhandlungen, insbesondere auf die wirtschaftliche Stabilität.
Forderung nach Moratorium und Kritik an Iran
Der Europäische Rat fordert „ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasseranlagen“ im Nahen Osten. Man bedauere den Verlust von Menschenleben und beobachte die weitreichenden Auswirkungen der Kampfhandlungen aufmerksam, „insbesondere auf die wirtschaftliche Stabilität“, heißt es in den Schlussfolgerungen des Ratstreffens, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurden.
Der Europäische Rat verurteile zudem „die wahllosen Militärangriffe des Irans gegen Länder der Region aufs Schärfste und bekundet seine Solidarität mit den betroffenen Ländern“, heißt es in dem Text.
Zurückhaltung beim militärischen Engagement am Golf
Der Europäische Rat begrüße zwar die von den Mitgliedstaaten angekündigten verstärkten Bemühungen, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten, allerdings: „sobald die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind“. Das bedeutet: Die EU-Staaten erteilen dem von US-Präsident Donald Trump geforderten sofortigen Eingreifen europäischer Staaten am Golf eine Absage, stattdessen sollen zuerst alle Kampfhandlungen beendet werden.
Reaktion auf steigende Energiepreise
In Bezug auf die steigenden Energiepreise solle die Kommission „gegebenenfalls geeignete Maßnahmen vorschlagen“, heißt es in den Schlussfolgerungen des Ratstreffens. Konkrete Maßnahmen wurden zunächst nicht genannt.
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