Die EU-Kommission hat den sogenannten Kids Act auf den Weg gebracht, mit dem die Online-Sicherheit von Kindern in der Europäischen Union verbessert werden soll. Soziale Medien sollen für unter 13-Jährige nicht mehr zugänglich sein, für Minderjährige gilt ein EU-weites Mindestalter von 15 Jahren.
Vier Säulen für mehr Schutz
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, Kinder interagierten heute mit Technologien, die nicht auf ihr Wohlbefinden ausgelegt seien. „Mit unserem Kids-Act kehren wir die Beweislast um – nun müssen die Plattformen nachweisen, dass sie von Grund auf sicher sind.“ Und man gebe den Eltern wieder die Kontrolle zurück und statte sie mit den notwendigen Mitteln aus, um ihren Kindern zu helfen, sich in einer sichereren Online-Welt zurechtzufinden.
Der Kids Act basiert auf vier Säulen: der Verzögerung der Nutzung sozialer Medien, "Sicherheit durch Design", "altersgerechten Datenschutzmaßnahmen" sowie einer "effektiven Durchsetzung" der Maßnahmen. Kinder unter 15 Jahren sollen nur mit elterlicher Kontrolle auf soziale Medien zugreifen können.
Pflichten für Plattformen und nächster Schritt
Online-Dienste sollen nach dem Willen der EU-Kommission Funktionen wie unendliches Scrollen und unerwünschte Kontakte von Fremden unterbinden. Die Anbieter sollen nachweisen, dass ihre Dienste altersgerecht und sicher gestaltet sind.
Der Gesetzgebungsvorschlag wurde bereits dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt, um das Gesetzgebungsverfahren zu seiner Prüfung und Verabschiedung einzuleiten.