Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, lagen sie 3,3 Prozent unter dem Niveau von Februar 2025 und fielen gegenüber Januar 2026 um 0,5 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang waren niedrigere Energiepreise noch vor dem Kriegsausbruch im Nahen Osten.
Deutlicher Rückgang bei Energie, gemischtes Bild bei Güterarten
Im Februar 2026 waren Energiepreise um 12,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, gegenüber Januar gingen sie um 1,8 Prozent zurück. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei Energie hatten laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die Preisrückgänge bei Erdgas in der Verteilung. Über alle Abnehmergruppen betrachtet, fielen die Erdgaspreise gegenüber Februar 2025 um 14,3 Prozent. Auch elektrischer Strom kostete deutlich weniger als ein Jahr zuvor, hier verzeichnete Destatis ein Minus von 13,4 Prozent. Fernwärme war nur leicht günstiger und lag 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat im Februar 2026 um 1,0 Prozent, gegenüber Januar 2026 legten sie um 0,2 Prozent zu. Damit verteuerten sich Investitionsgüter, Gebrauchsgüter sowie Vorleistungsgüter im Jahresvergleich, während Verbrauchsgüter insgesamt günstiger wurden als vor einem Jahr.
Mineralöl, Investitionsgüter und Verbrauchsgüter
Die Preise für Mineralölerzeugnisse fielen gegenüber Februar 2025 um 7,0 Prozent, gegenüber Januar 2026 stiegen sie jedoch um 1,1 Prozent. Leichtes Heizöl kostete 6,4 Prozent weniger als im Februar 2025, aber 1,9 Prozent mehr als im Januar 2026. Kraftstoffe waren 1,6 Prozent teurer als im Februar 2025 und 0,9 Prozent teurer als im Januar 2026.
Die Preise für Investitionsgüter lagen im Februar 2026 um 1,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat, gegenüber Januar 2026 betrug der Anstieg 0,2 Prozent. Maschinen kosteten 1,7 Prozent mehr, die Preise für Kraftwagen und Kraftwagenteile stiegen um 1,2 Prozent gegenüber Februar 2025. Gebrauchsgüter waren im Februar 2026 um 2,0 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, im Monatsvergleich zu Januar 2026 erhöhten sie sich um 0,1 Prozent.
Die in Deutschland produzierten und verkauften Verbrauchsgüter waren dagegen 0,6 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat und 0,3 Prozent günstiger als im Januar 2026. Unter den Verbrauchsgütern sanken die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 1,9 Prozent. Besonders deutlich gingen laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die Preise für Butter mit minus 42,8 Prozent und für Schweinefleisch mit minus 12,5 Prozent zurück. Teurer als im Februar 2025 waren hingegen Rindfleisch mit plus 19,9 Prozent und Kaffee mit plus 16,1 Prozent.
Vorleistungsgüter: Metalle deutlich teurer, chemische Grundstoffe günstiger
Die Preise für Vorleistungsgüter lagen im Februar 2026 um 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau und 0,3 Prozent über dem Wert von Januar 2026. Für den Preisanstieg gegenüber Februar 2025 sorgten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vor allem höhere Metallpreise, die um 6,5 Prozent zulegten. Insbesondere Edelmetalle verteuerten sich im Jahresvergleich deutlich um 66,8 Prozent. Auch für Kupfer und Halbzeug daraus mussten Abnehmer 13,8 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr. Günstiger waren hingegen Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mit einem Minus von 1,9 Prozent, darunter auch Betonstahl, der 1,4 Prozent weniger kostete als im Februar 2025.
Holz sowie Holz- und Korkwaren waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat und verzeichneten ein Plus von 6,4 Prozent. Darunter stiegen die Preise für Nadelschnittholz um 12,8 Prozent und für Laubschnittholz um 2,6 Prozent. Erhebliche Preisanstiege meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) zudem bei Pellets, Briketts und Scheiten mit einem Plus von 34,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und 4,2 Prozent gegenüber Januar 2026.
Die Preise für Glas und Glaswaren erhöhten sich im Jahresvergleich um 4,3 Prozent. Veredeltes und bearbeitetes Flachglas war 7,1 Prozent teurer als im Februar 2025, wohingegen die Preise für Hohlglas um 1,9 Prozent sanken.
Preisrückgänge gegenüber Februar 2025 gab es auch bei chemischen Grundstoffen, die insgesamt 3,0 Prozent weniger kosteten. Innerhalb dieser Gruppe stiegen allerdings die Preise für Düngemittel um 4,2 Prozent. Papier, Pappe und Waren daraus waren 2,3 Prozent günstiger als im Vorjahr. Futtermittel für Nutztiere verbilligten sich um 8,1 Prozent, Getreidemehl kostete 5,6 Prozent weniger als im Februar 2025.
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