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Startseite Deutschland & die WeltErzeugerpreise sinken 2025 deutlich – Energie treibt Rückgang
Deutschland & die Welt

Erzeugerpreise sinken 2025 deutlich – Energie treibt Rückgang

von Hasepost Redaktion 20. Januar 2026
von Hasepost Redaktion 20. Januar 2026
Chemie-Anlagen (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im Dezember 2025 im Jahresvergleich insgesamt gesunken, vor allem wegen deutlich niedrigerer Energiepreise. Ohne Energie legten die Preise hingegen leicht zu, während sich einzelne Warengruppen sehr unterschiedlich entwickelten.

Rückgang der Erzeugerpreise im Jahres- und Monatsvergleich

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Dezember 2025 um 2,5 Prozent unter dem Niveau von Dezember 2024. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, fielen die Erzeugerpreise im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte 1,2 Prozent niedriger als im Jahresdurchschnitt 2024.

Hauptursächlich für den Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat waren auch im Dezember 2025 die niedrigeren Energiepreise, so das Bundesamt. Investitionsgüter, Verbrauchs- und Gebrauchsgüter sowie Vorleistungsgüter waren hingegen teurer als im Vorjahresmonat. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat im Dezember 2025 um 0,9 Prozent, gegenüber November 2025 stiegen sie um 0,1 Prozent.

Deutlich niedrigere Energiepreise, gemischte Entwicklung bei Gütergruppen

Energie war im Dezember 2025 laut Destatis um 9,7 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Gegenüber November 2025 fielen die Energiepreise um 1,2 Prozent. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei Energie hatten die Preisrückgänge bei Erdgas in der Verteilung. Über alle Abnehmergruppen betrachtet fielen die Erdgaspreise gegenüber Dezember 2024 um 14,6 Prozent. Auch elektrischer Strom kostete deutlich weniger (-11,1 Prozent) als im Dezember 2024, Fernwärme war nur leicht günstiger (-0,2 Prozent) als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Mineralölerzeugnisse fielen gegenüber Dezember 2024 um 6,6 Prozent. Insbesondere schweres Heizöl (-24,3 Prozent) und Rohbenzin (Naphtha) (-22,6 Prozent) kosteten deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Auch leichtes Heizöl (-8,6 Prozent) und Kraftstoffe (-1,5 Prozent) waren billiger als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Investitionsgüter waren nach Angaben der Statistiker im Dezember 2025 um 2,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat (+0,1 Prozent gegenüber November 2025). Maschinen kosteten 1,7 Prozent mehr, die Preise für Kraftwagen und Kraftwagenteile stiegen um 1,3 Prozent gegenüber Dezember 2024.

Die in Deutschland produzierten und verkauften Verbrauchsgüter kosteten 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (-0,4 Prozent gegenüber November 2025), so die Wiesbadener Behörde. Unter den Verbrauchsgütern fielen allerdings die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 0,1 Prozent. Deutlich billiger als im Dezember 2024 waren Butter (-39,6 Prozent), Schweinefleisch (-11,2 Prozent) und Zucker (-3,5 Prozent). Die Butterpreise fielen gegenüber November 2025 um 13,9 Prozent. Teurer im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dagegen Rindfleisch (+25,7 Prozent) und Kaffee (+18,0 Prozent).

Gebrauchsgüter waren laut Destatis im Dezember 2025 um 1,8 Prozent teurer als im Vorjahresmonat (+0,1 Prozent gegenüber November 2025). Die Preise für Vorleistungsgüter waren im Dezember 2025 um 0,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat (+0,3 Prozent gegenüber November 2025).

Metalle, Holz und Glas teurer – chemische Grundstoffe und Papier billiger

Für den Preisanstieg gegenüber Dezember 2024 sorgten vor allem die höheren Preise von Metallen (+3,0 Prozent), erklärte das Statistische Bundesamt. Insbesondere die Preise für Edelmetalle (+47,7 Prozent) stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich an. Auch für Kupfer und Halbzeug daraus (+12,0 Prozent) musste mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Billiger als im Vorjahr waren dagegen Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-5,1 Prozent), darunter auch Betonstahl (-2,6 Prozent).

Holz sowie Holz- und Korkwaren (+6,5 Prozent) waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat, darunter Nadelschnittholz mit +15,1 Prozent und Laubschnittholz mit +1,9 Prozent. Erhebliche Preisanstiege gab es bei Pellets, Briketts und Scheiten mit +42,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (+4,0 Prozent gegenüber November 2025).

Die Preise für Glas und Glaswaren stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Darunter war veredeltes und bearbeitetes Flachglas 4,7 Prozent teurer, wohingegen die Preise für Hohlglas (-5,2 Prozent) gegenüber Dezember 2024 sanken.

Preisrückgänge gegenüber Dezember 2024 gab es ebenfalls bei chemischen Grundstoffen (-2,3 Prozent) und Papier, Pappe und Waren daraus (-0,9 Prozent). Aber auch Futtermittel für Nutztiere (-6,6 Prozent) und Getreidemehl (-4,2 Prozent) kosteten deutlich weniger als im Dezember 2024.

Den größten Einfluss auf den Rückgang der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Jahresdurchschnitt 2025 (-1,2 Prozent gegenüber 2024) hatte laut Destatis die Entwicklung der Energiepreise. Im Durchschnitt sanken die Energiepreise gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent. Erdgas in der Verteilung war im Jahresdurchschnitt 2025 um 8,3 Prozent billiger als 2024, elektrischer Strom um 7,5 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 5,5 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise erhöhten sich die Erzeugerpreise 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent.

Vorleistungsgüter waren im Jahr 2025 durchschnittlich 0,3 Prozent billiger als 2024. Hier wirkte sich die Preisentwicklung für chemische Grundstoffe mit -1,6 Prozent am stärksten aus. Die Preise von Metallen waren im Jahresdurchschnitt 2025 unverändert gegenüber 2024. Holz sowie Holz- und Korkwaren kosteten hingegen durchschnittlich 4,6 Prozent mehr als 2024.

Die Preise für Investitionsgüter waren im Jahresdurchschnitt 2025 um 1,9 Prozent höher als 2024. Gebrauchsgüter verteuerten sich um 1,5 Prozent. Verbrauchsgüter waren im Jahr 2025 durchschnittlich 2,7 Prozent teurer als 2024. Nahrungsmittel kosteten 3,1 Prozent mehr als 2024. Besonders stark stiegen die Preise für Rindfleisch (+30,3 Prozent) und Kaffee (+30,1 Prozent). Dagegen sanken die Preise für Zucker um 32,1 Prozent und für Schweinefleisch um 7,2 Prozent.

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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