Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Ebola-Virus weiter aus.
Dies ist die zweithöchste Alarmstufe der Organisation. Die WHO betont, dass es wichtig ist, die Bevölkerung über die Risiken und Übertragungswege des Virus aufzuklären. Besonders problematisch sind in der Region verbreitete Bestattungsriten, bei denen Verstorbene von Angehörigen gewaschen werden. Diese Praktiken erhöhen das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. Ein infizierter US-amerikanischer Arzt, der in der Region gearbeitet hat, wurde zur Behandlung in die Berliner Charité eingeliefert. Auch seine Familie wurde nach Berlin gebracht, wie die Tagesschau berichtet.
CDC bittet Deutschland um Ebola-Hilfe
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte Deutschland aufgrund der Erfahrungen im Umgang mit Ebola und der kürzeren Flugzeit in die Bundesrepublik um die Behandlung gebeten. Die Familie des Arztes steht unter Beobachtung, um eine mögliche Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Hilfsorganisation IRC macht auch die Kürzungen in der internationalen Entwicklungshilfe mitverantwortlich für die schnelle Ausbreitung des Virus. So fehle Geld für Gesundheits- und Vorsorgeprogramme, was auch das frühzeitige Erkennen der Krankheit behindert habe. Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor einer weiteren Ausbreitung der Epidemie und plant Präventionsmaßnahmen und Infektionskontrollen in den betroffenen Ländern. Die Bevölkerung soll über die Risiken des Virus aufgeklärt werden.
WHO warnt vor rasanter Ebola-Ausbreitung
Die WHO hat einen Notfallausschuss einberufen, um Empfehlungen für den Umgang mit dem Ausbruch zu erarbeiten. Der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich besorgt über das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Ausbreitung. Die Zahl der Todesopfer ist laut dem kongolesischen Gesundheitsminister auf 131 gestiegen, mit insgesamt 513 Verdachtsfällen. Die WHO betont, dass die Ausrufung einer Notlage keine Panik schüren soll, sondern die Zusammenarbeit stärken und Länder über das dringliche Problem informieren soll. Experten verweisen darauf, dass eine frühe Erkennung und Behandlung in einem spezialisierten Behandlungszentrum entscheidend für die Prognose sei. Dazu gehören Flüssigkeits- und Elektrolytmanagement, Behandlung von Schock, Blutungen und Organfunktionsstörungen, die Gabe von Sauerstoff sowie die Behandlung von Koinfektionen.
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