Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), kritisiert den Verkauf von Cannabissamen in mehr als 250 Discounter-Märkten. Er warnt vor einer Verharmlosung des Cannabisanbaus und möglichen Folgen für Kinder und Jugendliche.
Kritik an Verkauf von Cannabissamen im Discounter
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck (CDU) hat sich deutlich gegen den Verkauf von Cannabissamen in Discountern ausgesprochen. "Wir haben mit dem Cannabisgesetz die Möglichkeit, dass Cannabissamen im Discounter verkauft werden können, neben ganz normalen Alltagsgegenständen", sagte Streeck den Sendern RTL und ntv und dem "Stern". Das sei zwar rechtlich möglich, aber aus seiner Sicht nicht gut.
Nach Einschätzung von Streeck vermittelt der Verkauf von Cannabissamen in Supermärkten ein falsches Signal. Es entstehe der Eindruck, "als ob es ganz normal wäre, Cannabis zu Hause anzubauen", sagte er RTL, ntv und dem "Stern". Dadurch könnten auch Kinder und Jugendliche zum Cannabiskonsum kommen, "weil es einfach zu Hause steht und keiner hier den Konsum und den Anbau und die Ernte von Cannabis kontrolliert".
Warnung vor rechtlicher Grauzone
Der CDU-Politiker sieht zudem offene Fragen bei der Rechtslage. "Es gibt keine Begrenzung für den Verkauf von Cannabissamen. Sehr wohl gibt es aber eine Begrenzung für den Anbau. Nicht mehr als drei Cannabispflanzen dürfen angebaut werden, und die, die Cannabispflanzen anbauen, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie nicht mehr als drei Pflanzen züchten dürfen", so Streeck gegenüber RTL, ntv und dem "Stern".
Zugleich machte Streeck deutlich, dass aus seiner Sicht die Verantwortung nicht bei den Handelsketten liegt. Für die Einhaltung der Begrenzung beim Anbau seien die jeweiligen Verbraucher zuständig, "dafür sei aber nicht der Discounter verantwortlich", sagte er den Sendern RTL und ntv und dem "Stern".
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