Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katharina Dröge, rechnet nicht damit, dass der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Cem Özdemir, den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer in sein neues Kabinett beruft. Zugleich erteilt sie Erwartungen eine Absage, Özdemir könne sich künftig stärker in die Bundespolitik einmischen, und betont den Zusammenhalt innerhalb der Partei trotz innerparteilicher Debatten.
Dröge erwartet Palmer nicht im Kabinett von Özdemir
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, geht nicht davon aus, dass ihr Parteikollege Cem Özdemir nach der gewonnenen Wahl in Baden-Württemberg den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer in sein Kabinett holt. „Ich glaube, das würde er nicht tun“, sagte Dröge dem Nachrichtenportal T-Online auf die Frage, wie sie darauf reagieren würde, sollte Özdemir den umstrittenen Ex-Grünen zum Minister machen (Quelle: T-Online).
Dröge zeigte sich überzeugt, dass Özdemir sein künftiges Regierungs team im Land breit in der Partei verankern werde. „Ich bin mir sicher, er stellt sein Kabinett vielfältig auf. Dazu gehört aber auch, dass das Kabinett breit von der Partei unterstützt und getragen ist“, so Dröge weiter (Quelle: T-Online). Da werde Özdemir einen Weg finden.
„Sein Fokus liegt jetzt auf Baden-Württemberg“
Mit Blick auf die künftige Rolle von Cem Özdemir in der Bundespolitik dämpfte Dröge Erwartungen an ein stärkeres Engagement in Berlin. Sie sagte, dass sie nicht erwarte, dass Özdemir sich künftig auch auf Bundesebene einmischen werde. „Ich glaube, er hat aus seiner Sicht das schönste Amt anvertraut bekommen, das es gibt: Ministerpräsident von Baden-Württemberg“, sagte Dröge (Quelle: T-Online).
Aus ihrer Sicht wird sich Özdemir vor allem auf das neue Amt im Südwesten konzentrieren. Deswegen sei sie sich sicher: „Sein Fokus liegt jetzt auf Baden-Württemberg. Wir sind stolz auf das, was er geschafft hat“ (Quelle: T-Online).
Debatte um Ausrichtung der Grünen und innerparteiliche Flügel
Mit Blick auf Diskussionen über die politische Ausrichtung der Grünen nahm Dröge innerparteilichen Flügelkämpfen den Wind aus den Segeln. „Ich habe gar keinen Bock auf Flügelkampf, ganz ehrlich. Am Ende sind wir alle Grüne in dieser Partei“, sagte sie (Quelle: T-Online).
Zugleich verwies Dröge auf die Grenzen der Übertragbarkeit erfolgreicher Wahlkämpfe. Zur Wahrheit gehöre auch, dass man nie einen Wahlkampf zu hundert Prozent für die nächste Wahl kopieren könne. „Vor ein paar Monaten haben viele gesagt, man müsse es so machen wie der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, jetzt sagen viele: Krass, was Özdemir geschafft hat, wir müssen es so machen wie er.“ Einfach nur kopieren sei aber nicht die Lösung (Quelle: T-Online).
✨ mit KI bearbeitet