Am dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel am 7.
Am Abend wird die israelische Flagge auf das Brandenburger Tor projiziert. Zudem wurde im Roten Rathaus die Ausstellung „Unbroken“ eröffnet, die Geschichten betroffener israelischer Sportler und ihrer Familien erzählt. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betonte, alles für den Schutz jüdischen Lebens in der Stadt zu tun. Wegner selbst reist am Mittwoch nach Israel. Der Berliner Antisemitismusbeauftragte Samuel Salzborn warnte vor einer zunehmenden Täter-Opfer-Umkehr in der Debatte und erinnerte daran, dass der Angriff ein bestialischer antisemitischer Terroranschlag war, wie der rbb weiter berichtet.
Gedenken und Warnungen vor pro-palästinensischer Demo
In Hamburg fand am Vormittag eine Gedenkkundgebung vor dem Audimax der Universität statt, zu der rund 100 Menschen mit israelischen, deutschen und einer iranischen Flagge erschienen, wie der NDR mitteilt. Am Abend ist eine pro-palästinensische Demo unter dem Motto „Drei Jahre Genozid“ auf dem Hachmannplatz geplant, zu der die Gruppe „Thawra Hamburg“ aufruft, die vom Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall beobachtet wird. Die Hamburger Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez kritisierte den Aufruf zur Demo, während der Verfassungsschutz vor einer Teilnahme warnt. Seit dem 7. Oktober 2023 haben antisemitische Straftaten in Deutschland deutlich zugenommen, wie der NDR berichtet.
Antisemitische Straftaten in Deutschland steigen weiter
Mehr als 6.000 Fälle registrierten die Behörden im vergangenen Jahr, ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Hamas-Angriff vor drei Jahren wurden rund 1.200 Menschen in Israel getötet und über 240 in den Gaza-Streifen verschleppt. Der 7. Oktober gilt als der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust.