Eine von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann vorgeschlagene Entlastung bei der Einkommensteuer würde den Staatshaushalt nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Milliarden kosten. Insgesamt gehe es um Mindereinnahmen von neun Milliarden Euro jährlich, wie DIW-Steuerexperte Stefan Bach der „Welt“ (Dienstagausgabe) sagte.
Neuer Grenzwert für Spitzensteuersatz mit spürbaren Effekten
DIW-Steuerexperte Stefan Bach erklärte der „Welt“ (Dienstagausgabe), der von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ins Spiel gebrachte Vorschlag bedeute „Entlastungen in Höhe von neun Milliarden Euro im Jahr“. Grundlage der Berechnungen ist eine von Linnemann am Wochenende vorgeschlagene neue Grenze für den Spitzensteuersatz bei einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro im Jahr.
Nach DIW-Berechnungen würde die mögliche Steuerersparnis durch diese neue Spitzensteuersatz-Grenze bei 80.000 Euro zu versteuerndem Einkommen bis zu 1.000 Euro für Singles und bis zu 2.000 Euro für Paare betragen. Wie Bach der „Welt“ erläuterte, könnten damit insbesondere Steuerzahler mit höheren Einkommen entlastet werden.
Entlastungen vor allem für obere Einkommensgruppen
Für eine spürbare Entlastung müssten die Haushalte laut DIW zu den oberen zehn Prozent der Einkommensbezieher gehören. Singles mit einem Durchschnittseinkommen würden demnach im Jahr um 92 Euro entlastet, Familien mit zwei Kindern und Durchschnittseinkommen um 160 Euro.
Aufkommensneutralität nur mit höherem Spitzensteuersatz
Um die Reform haushaltsneutral zu gestalten, wäre nach Einschätzung von DIW-Steuerexperte Bach eine Gegenfinanzierung über einen höheren Spitzensteuersatz notwendig. „Um die Reform aufkommensneutral zu gestalten, müsste man den Spitzensteuersatz bis 47 Prozent hochziehen“, sagte Bach der „Welt“. Die 47 Prozent würden dann bei einem zu versteuernden Einkommen von 97.200 Euro erreicht.
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