Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby sieht die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt als besorgniserregend. Sollte die AfD die Regierung übernehmen, fürchtet er um Wissenschaft, Hochschulen und internationale Zusammenarbeit.
Abhängigkeit von Zuwanderung und Offenheit
Sachsen-Anhalt sei aufgrund seiner älteren Bevölkerungsstruktur auf Zuwanderung und den Zuzug junger Menschen angewiesen, betont Diaby. Die Hochschulen im Land lebten von Studierenden und Wissenschaftlern aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Eine Politik, die diese Offenheit infrage stelle, wäre ein Rückschritt für das Land.
So Diaby zum "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). "Umso wichtiger ist es, dass die Gesellschaft wachsam bleibt und sich für Zusammenhalt, Vielfalt und ein weltoffenes Sachsen-Anhalt einsetzt – statt für Spaltung."
Hintergrund zu Karamba Diaby
Der im Senegal geborene und in Halle (Saale) lebende Diaby kam Mitte der 1980er-Jahre in die DDR. Er gehörte dem Bundestag von 2013 bis 2025 an.