Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat scharf Kritik an einem Vorschlag von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger geübt, der einen lohnfreien Karenztag für kranke Beschäftigte ins Gespräch gebracht hatte. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel spricht von Misstrauen gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und warnt vor finanziellen Nachteilen für erkrankte Menschen.
DGB weist Vorstoß von Arbeitgeberpräsident zurück
DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel sagte dem Nachrichtenportal T-Online, Dulgers Vorstoß zeuge "von einem tiefen Misstrauen gegenüber den Beschäftigten und stellt sie alle unter Generalverdacht". Sie kritisierte, "es ist und bleibt eine Schnapsidee, kranke Beschäftigte unter Androhung finanzieller Einbußen erkältet oder humpelnd an den Arbeitsplatz zu zwingen".
Hinweis auf finanzielle Belastung
Piel wies darauf hin, dass ein Tag ohne Lohn im Schnitt eine Einbuße von fünf Prozent des Bruttogehaltes bedeute. "Wer krank und arbeitsunfähig ist, gehört weder an die Werkbank noch ins Büro – das darf keine Frage des Geldbeutels sein."
Forderung nach besserem Arbeits- und Gesundheitsschutz
Piel betonte zudem, wer wirklich wolle, dass die Krankenstände sinken, müsse für besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz sorgen.
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