Die öffentliche Verschuldung steigt weiter an, besonders in Gemeinden.
Die öffentliche Verschuldung in Deutschland hat zum Ende des vergangenen Jahres einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg der Schuldenberg auf 2,66 Billionen Euro an. Dies entspricht einem Anstieg von 50,8 Milliarden Euro oder 1,9 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2025. Im Vergleich zum Jahresende 2024 bedeutet dies eine Zunahme von 151 Milliarden Euro oder sechs Prozent. Besonders auffällig ist der starke Anstieg der Schulden in den Gemeinden, wo die Rücklagen weitgehend aufgebraucht sind und neue Kredite aufgenommen werden mussten. Die öffentliche Verschuldung in Deutschland ist zum Ende des vergangenen Jahres auf 2,66 Billionen Euro gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 50,8 Milliarden Euro oder 1,9 Prozent zum dritten Quartal 2025, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Worum es jetzt geht
Im Vergleich zum Jahresende 2024 kletterte der Schuldenstand damit um 151 Milliarden Euro oder sechs Prozent. Zum öffentlichen Gesamthaushalt zählen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung samt ihrer jeweiligen Extrahaushalte. Der Schuldenstand des Bundes erhöhte sich im vierten Quartal um 32,2 Milliarden Euro auf 1,84 Billionen Euro. Verantwortlich dafür waren dem Statistikamt zufolge vor allem die Sondervermögen. So stieg die Verschuldung des Sondervermögens Bundeswehr um fast 30 Prozent auf 43 Milliarden Euro. Das neu gegründete Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) wies zum Jahresende bereits Schulden von 24,3 Milliarden Euro auf.
Auch die Bundesländer standen tiefer in der Kreide
Auch die Bundesländer standen tiefer in der Kreide. Ihre Verbindlichkeiten wuchsen um 8,7 Milliarden Euro auf 624,6 Milliarden Euro. Den stärksten prozentualen Anstieg verzeichnete Hamburg mit 7,8 Prozent, gefolgt von Bremen und Bayern. Rückläufig war die Verschuldung hingegen nur in drei Ländern, am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern mit minus 3,9 Prozent. Den prozentual stärksten Zuwachs gab es bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden. Ihre Schulden stiegen um 5,3 Prozent oder 9,8 Milliarden Euro auf 196,3 Milliarden Euro.
Die zentralen Punkte im Überblick
Grund dafür ist den Angaben zufolge, dass kommunale Rücklagen weitgehend aufgebraucht waren und die Gemeinden für das Erledigen ihrer Aufgaben neue Kredite aufnehmen mussten. Die Verschuldung der Sozialversicherung sank leicht auf 9,4 Millionen Euro. Laut Deutschlandfunk Nova liegt der starke Anstieg vor allem an den Sondervermögen der Bundeswehr und für Infrastruktur und Klimaneutralität. Auch neue Kredite von Kommunen und Schulden der Bundesländer, vor allem von Hamburg, Bremen und Bayern, fielen ins Gewicht. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen deutlich, dass die öffentlichen Haushalte in Deutschland weiterhin unter einem hohen Finanzierungsdruck stehen. Besonders die Gemeinden sehen sich mit einer angespannten finanziellen Situation konfrontiert, die durch aufgebrauchte Rücklagen und notwendige neue Kredite gekennzeichnet ist.
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