Außenminister Johann Wadephul schließt als Reaktion auf den mutmaßlichen Vergiftungstod des russischen Oppositionskritikers Nawalny eine Verschärfung der Russland-Sanktionen nicht aus. Zugleich verweist er in der Debatte um einen möglichen europäischen Atomschirm auf den bestehenden nuklearen Schutz durch die Nato-Partner und warnt vor Zweifeln am amerikanischen Schutzschirm.
Debatte über schärfere Sanktionen gegen Russland
Mit Blick auf die gemeinsame Erklärung mehrerer europäischer Staaten, dass der russische Oppositionskritiker Nawalny an einer Vergiftung gestorben sein soll, schließt Außenminister Johann Wadephul eine Verschärfung der Russland-Sanktionen nicht aus. Es sei bereits ein umfangreiches Sanktionsregime gegen Russland ausgebracht, sagte er im „Bericht aus Berlin“ des ARD-Hauptstadtstudios.
„Dieses effektiver zu machen, dieses strenger zu machen, dieses so zu machen, dass Russland es noch mehr spürt – das hat definitiv die deutsche Unterstützung“, sagte Wadephul im „Bericht aus Berlin“ des ARD-Hauptstadtstudios auf Nachfrage nach Großbritanniens Ankündigung zu einer koordinierten Verschärfung.
Atomschirm-Debatte nach Münchner Sicherheitskonferenz
Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron auf der Münchner Sicherheitskonferenz erste Gespräche über einen europäischen Atomschirm aufgenommen haben, verweist Wadephul derweil auf den bereits bestehenden Schutz durch die Nato-Partner. „Der amerikanische Schutzschirm besteht. Niemand stellt den in Washington infrage. Ich rate dringend davon ab, den aus europäischer Sicht infrage zu stellen.“
Zudem verfügten Franzosen und Briten als europäische Nato-Partner über eine entsprechende nukleare Bewaffnung, so Wadephul im „Bericht aus Berlin“ des ARD-Hauptstadtstudios.
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