Erstmals sind Straftäter per Charterflug von Deutschland nach Afghanistan abgeschoben worden. Grundlage ist ein neues Abkommen mit der Taliban-Regierung, das direkte Rückführungen ermöglichen soll. Betroffen sind ausreisepflichtige Männer, die in Deutschland wegen verschiedener Delikte verurteilt wurden.
Die deutschen Sicherheitsbehörden haben am Donnerstag erstmals auf Grundlage eines neuen Abkommens mit der Taliban-Regierung Straftäter per Charterflug nach Afghanistan abgeschoben. Das teilte das Bundesinnenministerium mit.
Charterflug von Leipzig nach Kabul
Abgeschoben wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums vollziehbar ausreisepflichtige Männer, die in Deutschland straffällig geworden sind. Den Betroffenen werden unter anderem Sexualdelikte, Körperverletzung und Drogendelikte zur Last gelegt. Der Flug startete demnach in Leipzig mit dem Ziel Kabul.
Innenminister betont Bedeutung für Migrationspolitik
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte: "Die Abschiebung von Straftätern ist ein zentraler Baustein von Kontrolle, Kurs und klarer Kante in der Migrationspolitik", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Weiter sagte er mit Blick auf das Abkommen mit der Taliban-Regierung: "Unsere Vereinbarung schafft eine verlässliche Grundlage für direkte und dauerhafte Abschiebungen nach Afghanistan."
Die Gesellschaft habe ein Interesse daran, dass Straftäter das Land verlassen. "Deswegen handeln wir konsequent und bauen die Abschiebungen Schritt für Schritt aus", fügte der Minister hinzu.
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