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Startseite Deutschland & die WeltDeutschland laut DRK unzureichend auf Krisen vorbereitet
Deutschland & die Welt

Deutschland laut DRK unzureichend auf Krisen vorbereitet

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 3. August 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 3. August 2025
Katastrophenschutz / Foto: dts
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Deutschland ist nach Ansicht von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt unzureichend auf Krisen und Katastrophen vorbereitet. Sie bemängelt fehlende Ausstattung, mangelnde Versorgungskapazitäten und eine unzureichende Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung. Hasselfeldt fordert deutlich mehr finanzielle Mittel für den Bevölkerungsschutz und kritisiert, dass notwendige Vorsorgemaßnahmen bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden.

DRK-Präsidentin sieht große Defizite beim Bevölkerungsschutz

Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, hat die aktuelle Vorbereitung Deutschlands auf Krisen- und Katastrophenfälle als unzureichend kritisiert. „Für den Bevölkerungsschutz wird viel zu wenig getan“, sagte Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben). Sie betonte: „Leider ist es kein Hirngespinst, dass wir uns auf bewaffnete Konflikte vorbereiten müssen und auch Unwetterkatastrophen größeren Ausmaßes erleben werden“, so die DRK-Präsidentin.

Fehlende Ausstattung und Kapazitäten

Nach Einschätzung von Hasselfeldt werde in Debatten über äußere Sicherheit zu wenig darüber nachgedacht, wie die Bevölkerung im Inland geschützt werden könne. Sie nannte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe drei wesentliche Punkte für einen wirksamen Bevölkerungsschutz: „Eine ausreichende Ausstattung, die auch Vorräte für den Krisenfall umfasst, Menschen, die im Ernstfall versorgen können und eine größere Widerstandsfähigkeit der Gesamtbevölkerung.“ In jedem dieser Bereiche sehe sie jedoch derzeit „enorme Defizite“, so die DRK-Präsidentin.

So sei Deutschland bei Weitem nicht in der Lage, für ein bis zwei Prozent der Bevölkerung Betreuungs- und Versorgungsangebote im Krisenfall bereitzustellen. Auch die aktuellen Haushaltsansätze würden laut Hasselfeldt keine Verbesserungen bringen. „Für mobile Betreuungsmodule beispielsweise ist kein Cent fest zugesagt“, kritisierte sie gegenüber der Funke-Mediengruppe. Sie forderte, jährlich 2,5 Milliarden Euro für den Bevölkerungsschutz bereitzustellen: „Tatsächlich stehen wir bei rund der Hälfte, und die anerkannten Hilfsorganisationen werden nicht ausdrücklich in den Blick genommen“, bemängelte die frühere CSU-Politikerin.

Kritik an Krankenhausreform und Schutzraum-Konzepten

Auf die Frage, ob Deutschland neue Bunker benötige, erklärte Hasselfeldt: „Wir benötigen Schutzräume. Das müssen nicht unbedingt Bunker sein. Man kann auch darüber nachdenken, etwa U-Bahnhöfe zu nutzen.“ Scharfe Kritik übte sie darüber hinaus an der Krankenhausreform. In dieser sei der Krisenfall nicht bedacht, warf sie der ehemaligen Ampel-Regierung vor. Anstatt im Rahmen der Vorsorge Möglichkeiten zu schaffen, Kliniken schnell in Schutzräume verlegen zu können, wisse man derzeit nicht einmal, welche Kliniken überhaupt bestehen bleiben und welche schließen müssten, kritisierte Hasselfeldt gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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