Frauen sind in Deutschland weiterhin selten die Haupteinkommensbezieherinnen in Paarhaushalten. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) steuert in nur jedem zehnten Paarhaushalt die Frau den größeren Teil zum gemeinsamen Nettoeinkommen bei, während in der Mehrheit der Fälle der Mann das höhere Einkommen erzielt.
In lediglich 9,9 Prozent der Paarhaushalte hat die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Ehe- oder Lebenspartner, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte. Bei 55,8 Prozent der Paare, die in einem Haushalt zusammenleben, war es umgekehrt und der Mann der Haupteinkommensbezieher. In gut jedem dritten Paarhaushalt (34,3 Prozent) lagen Frau und Mann beim Einkommen in etwa gleichauf. Als Haupteinkommensperson gilt diejenige Person, deren persönliches Nettoeinkommen einen Anteil von 60 Prozent oder mehr am Gesamteinkommen des Paares hat.
Ungleichgewicht auch ohne Kinder deutlich
Bei Paaren ohne Kinder im Haushalt ist das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern als Haupteinkommensbezieher zwar weniger stark, aber immer noch deutlich. In 11,4 Prozent der Paarhaushalte ohne Kinder hatte die Frau das höhere Einkommen und in 50,1 Prozent der Mann. Bei 38,5 Prozent der Paare ohne Kinder im Haushalt hatten beide ein in etwa gleich hohes Einkommen.
Noch seltener sind Frauen Hauptverdienerinnen mit Kindern
In Paarfamilien mit Kindern im Haushalt sind Frauen noch seltener die Haupteinkommensbezieherin. Hier hatte die Frau in nur 7,7 Prozent der Fälle das höhere Einkommen. In knapp zwei von drei Paarhaushalten mit Kindern (64,6 Prozent) war dagegen der Mann der Haupteinkommensbezieher. In 27,7 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern hatten Frau und Mann ein ähnlich hohes Einkommen.
Ein Grund für die größeren Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern bei Paaren mit Kindern: Mütter arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen insgesamt. Bei den erwerbstätigen Männern ist es umgekehrt: Hier arbeiten Väter sogar seltener in Teilzeit.
Verteilung verändert sich nur langsam
Insgesamt hat sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern beim Blick auf die Einkommensverteilung in den letzten Jahren wenig verändert. Der Anteil der Frauen als Haupteinkommensbezieherinnen ist leicht gesunken – von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf 9,9 Prozent im Jahr 2025. Rückläufig ist auch der Anteil der männlichen Haupteinkommensbezieher: von 58,8 Prozent auf 55,8 Prozent. Erhöht hat sich dadurch der Anteil der Paarhaushalte mit in etwa gleich hohen Einkommen von 30,7 Prozent auf 34,3 Prozent. Diese Entwicklung zeigt sich in ähnlicher Weise bei Paaren mit Kindern sowie bei Paaren ohne Kinder.
✨ mit KI bearbeitet