In Deutschland fehlen laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mehr als 200.000 Wohnheimplätze für Studenten. Trotz demografischer Alterung wird die Zahl der jungen Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren demnach bis 2040 von 8,5 auf neun Millionen steigen. Bereits jetzt decken die vorhandenen 241.000 Wohnheimplätze nur die Hälfte des errechneten Bedarfs ab.
Berechnungen auf Basis von Bevölkerungsprognosen
Nach den am Montag veröffentlichten Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft ergibt sich der fehlende Bedarf aus einer Prognose zur Zahl der Studierenden bis 2040. Um die benötigten Plätze zu ermitteln, schätzte das IW die Anzahl der Studierenden in Deutschland auf Grundlage der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes. Diese Zahl wurde mit der Unterbringungsquote multipliziert, wobei das IW eine leichte Verbesserung der Quote auf 15 Prozent unterstellte.
Enormer Investitionsbedarf und Sanierungsstau
IW-Ökonom Philipp Deschermeier betonte den Handlungsbedarf beim Ausbau von Studentenwohnheimen. „Um die Versorgungslücke zu schließen, müssen mehr Wohnheimplätze geschaffen werden. Der Investitionsbedarf ist enorm und ohne die staatliche Förderung nicht zu leisten“, sagte IW-Ökonom Philipp Deschermeier laut IW. Allein für die Sanierung würden etwa 2,8 Milliarden Euro benötigt.
Viele Studentenwohnheime in Deutschland sind nach Angaben des IW modernisierungsbedürftig. Besonders betroffen ist demnach Nordrhein-Westfalen, wo ein Viertel aller Wohnheime als sanierungsbedürftig gilt.
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