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Startseite Deutschland & die WeltDeutschland erreicht 2025 historisches Rekordtief bei Kohlestromproduktion
Deutschland & die Welt

Deutschland erreicht 2025 historisches Rekordtief bei Kohlestromproduktion

von Hasepost Redaktion 2. Januar 2026
von Hasepost Redaktion 2. Januar 2026
Tagebau Hambach (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Deutschland hat im Jahr 2025 so wenig Strom aus Kohle erzeugt wie seit fast sieben Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig erreichte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien einen neuen Höchstwert und deckte einen Großteil der Nettostromerzeugung. Nach einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE), über die der „Spiegel“ berichtet, verschieben sich damit die Gewichte im deutschen Strommix deutlich weg von der Kohle.

Kohlestrom auf niedrigstem Stand seit 1956

Deutschland hat 2025 so wenig Kohlestrom erzeugt wie seit 69 Jahren nicht mehr. Laut einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE), über die der „Spiegel“ berichtet, betrug die Bruttostromerzeugung aus Braun- und Steinkohle im abgelaufenen Jahr nur noch 106 Terawattstunden (TWh). Das war rund eine Terawattstunde (oder eine Milliarde Kilowattstunden) weniger als 2024: der niedrigste Wert seit 1956.

Der Anteil der Kohle am gesamten deutschen Strommix fiel auf 22,4 Prozent. Vor zwanzig Jahren war er noch etwa doppelt so hoch.

Im Gegenzug wurde 2025 hierzulande mehr Elektrizität denn je aus erneuerbaren Energien erzeugt. Erstmals lieferten Solaranlagen mehr Strom als Braunkohlekraftwerke. Die mit Abstand wichtigste Quelle bleibt die Windkraft.

Ökonomischer Druck durch Emissionsrechte

Bruno Burger, Professor am Fraunhofer ISE, sagte dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“: „Die Kohleverstromung lohnt sich ökonomisch oft nicht mehr.“ Weiter erläuterte er: „Durch die hohen Preise für Emissionsrechte ist der Kohlestrom sehr teuer geworden.“

So kostete ein Zertifikat, das Industriebetriebe und Stromerzeuger in der EU zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) berechtigt, zuletzt fast 90 Euro je Tonne CO2. Bei der Gewinnung von einer Megawattstunde Elektrizität aus Braunkohle werden im Schnitt ungefähr 400 Kilogramm CO2 frei.

Dafür waren Erdgaskraftwerke stärker ausgelastet, unter anderem wegen gesunkener Großhandelspreise für den Rohstoff. Zugleich stieg die Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien um gut zwei Prozent auf den neuen historischen Höchstwert von 282,2 Terawattstunden. Insgesamt stammten 2025 rund 59 Prozent der deutschen Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Methodik und historische Einordnung

Die Nettostromerzeugung errechnet sich aus der gesamten Stromerzeugung eines Kraftwerks minus dessen Eigenverbrauch, etwa für den Betrieb von Kohlemühlen. Für den historischen Vergleich bei der Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle setzte Fraunhofer ISE die Bruttostromerzeugung (also ohne Abzug von Eigenverbrauch) an, da das Statistische Bundesamt bis 1988 nur diese Daten erhob.

Der Abbau von Braunkohle dürfte 2025 nach Einschätzung von Bruno Burger sogar auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrhundert gefallen sein. Schon im Jahr zuvor wurde landesweit so wenig Braunkohle wie seit 1916 nicht mehr gefördert. Bundestag und Bundesrat haben den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 beschlossen.

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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