Deutschland will sich auch in diesem Jahr an weiteren französischen Nuklearübungen beteiligen. Das kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem deutsch-französischen Ministerrat in Brühl an und verwies auf die Einbettung in die bestehende nukleare Teilhabe innerhalb der Nato. Bereits am Donnerstag hatten gemeinsame Übungen von französischen und deutschen Kampfjets stattgefunden, denen im Laufe des Jahres weitere Schritte der strategischen Zusammenarbeit folgen sollen.
Merz: Teilnahme an Nuklearübung „komplementär“ zur Nato-Abschreckung
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Teilnahme Deutschlands an weiteren französischen Nuklearübungen bestätigt. Man werde die „konventionellen deutschen Kräfte auch in diesem Jahr an einer nuklearen Übung der französischen Streitkräfte beteiligen“, sagte Merz am Freitag nach dem deutsch-französischen Ministerrat in Brühl laut dts Nachrichtenagentur. „Das ist komplementär zu unserer nuklearen Teilhabe und der Abschreckung in der Nato, an der wir festhalten“, fügte der Bundeskanzler hinzu (Quelle: dts Nachrichtenagentur).
Gemeinsame Luftbetankungsübung von Rafale und Eurofighter
Bereits am Donnerstag hatte eine erste gemeinsame Übung von französischen Rafale- und deutschen Eurofighter-Kampfjets zur Betankung in der Luft stattgefunden. Die Rafale-Jets sind dafür ausgelegt, Atomwaffen einsetzen zu können.
Erster operativer Schritt der strategischen Zusammenarbeit
Die Verlegung von Rafale-Kampfjets der strategischen französischen Luftstreitkräfte in das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich am Freitag bilde „den ersten operativen Schritt der deutsch-französischen strategischen Zusammenarbeit, dem im Lauf des Jahres weitere folgen werden“, hieß es (Quelle: dts Nachrichtenagentur. Zu den weiteren Schritten zählten eben auch die angekündigten gemeinsamen Nuklearübungen.
