Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2025 leicht gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) legte das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent zu und bestätigte damit die erste Schätzung von Ende Januar. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von höheren Konsumausgaben und steigenden Bauinvestitionen, während der Außenhandel erneut dämpfend wirkte.
Leichtes Wachstum am Jahresende 2025
„Damit endete das konjunkturell wechselhafte Jahr 2025 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung“, sagte Ruth Brand, Destatis-Präsidentin, laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis). „Zur positiven Entwicklung trugen vor allem die privaten und staatlichen Konsumausgaben bei. Aber auch die Bauinvestitionen zogen deutlich an.“ Für das Gesamtjahr 2025 haben die neuesten Berechnungen den Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zum Vorjahr (kalenderbereinigt: +0,3 Prozent) bestätigt, so Destatis.
Wie Destatis weiter mitteilte, nahmen die preis-, saison- und kalenderbereinigten Konsumausgaben insgesamt erneut zu. Sie stiegen im Vergleich zum dritten Quartal 2025 um 0,7 Prozent. Dabei erhöhte der Staat seine Konsumausgaben mit +1,1 Prozent stärker als die privaten Haushalte, deren Ausgaben um 0,5 Prozent zulegten.
Mehr Investitionen, aber schwacher Außenhandel
Zugleich wurde wieder mehr investiert. Die Bauinvestitionen stiegen laut Statistischem Bundesamt mit +1,6 Prozent deutlich im Vergleich zum dritten Quartal 2025 an. In Ausrüstungen – also Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde ebenfalls mehr investiert als im Vorquartal. Nach dem starken Anstieg im dritten Quartal 2025 flachte die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen jedoch ab und lag bei +0,1 Prozent.
Vom Außenhandel blieben positive Signale erneut aus. Exportiert wurden im vierten Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 0,6 Prozent weniger Waren und Dienstleistungen als im dritten Quartal 2025, wie Destatis mitteilte. Dabei sank sowohl die Ausfuhr von Waren (-0,4 Prozent) als auch die von Dienstleistungen (-1,2 Prozent). Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls ab, mit -0,3 Prozent aber weniger stark als die Exporte. Deutlich geringeren Dienstleistungsimporten (-1,5 Prozent) standen leicht gestiegene Wareneinfuhren (+0,2 Prozent) gegenüber.
Bruttowertschöpfung legt vor allem im Baugewerbe zu
Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im vierten Quartal 2025 mit +0,4 Prozent wieder an, nachdem sie im dritten Quartal 2025 noch stagniert hatte, so das Bundesamt. Den deutlichsten Zuwachs gegenüber dem Vorquartal verzeichnete das Baugewerbe mit +1,7 Prozent, was laut Destatis vor allem auf die positive Entwicklung im Ausbau zurückzuführen war. Auch die Dienstleistungsbereiche konnten ihre saison- und kalenderbereinigte Wirtschaftsleistung steigern, lediglich im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe blieb sie mit 0,0 Prozent nahezu unverändert.
Die Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit sowie der sonstigen Dienstleister legte jeweils um 0,8 Prozent zu. Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt stagnierte die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal (0,0 Prozent). Während die Hersteller von Metallerzeugnissen sowie von elektrischen Ausrüstungen ihre Wirtschaftsleistung steigern konnten, ging die Produktion in der chemischen Industrie und im Maschinenbau zurück.
Im Vorjahresvergleich war das BIP im vierten Quartal 2025 preisbereinigt um 0,6 Prozent höher als im vierten Quartal 2024, teilte Destatis mit. Preis- und kalenderbereinigt fiel der Anstieg mit +0,4 Prozent geringer aus, da 0,7 Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum.
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