In den ersten sieben Monaten dieses Jahres haben deutsche Start-ups so viel Geld wie nie zuvor eingesammelt. Von Januar bis Juli flossen laut "Handelsblatt" unter Berufung auf Pitchbook 9,36 Milliarden Euro an Jungunternehmen – 800 Millionen mehr als im Rekordzeitraum 2022.
KI als neuer Treiber der Investitionen
Investoren und Experten rechnen damit, dass die Finanzierungssumme auch im Gesamtjahr 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Anders als während der Corona-Pandemie werde der aktuelle Boom vor allem von Unternehmen getragen, die sich bereits in ihren Märkten etabliert haben, berichtet die Zeitung weiter.
Während 2022 niedrige Zinsen, hohe Liquidität und die Digitalisierung von Geschäftsmodellen die Investitionsbereitschaft befeuerten, ist heute Künstliche Intelligenz der wichtigste Treiber. Hendrik Brandis, Mitgründer und Partner des Investors Earlybird, sagte dem „Handelsblatt“, Künstliche Intelligenz beschleunige die technologische Innovation in praktisch allen Bereichen. Das vergrößere die Chancen und verbessere die Perspektiven für Wagniskapital-Investitionen.
Europaweit gestiegene Investitionen
Auch europaweit seien die Investitionen in Start-ups von Januar bis Juli im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, unter Berufung auf Daten des US-Datendienstes Pitchbook. Sie hätten insgesamt rund 50 Milliarden Euro erreicht.
Trotz des Anstiegs seien die Werte jedoch weiterhin unter denen der Jahre 2021 und 2022 gelegen.