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Startseite Deutschland & die WeltDeutsche Industrie reagiert auf China-Konkurrenz mit Entlassungen
Deutschland & die Welt

Deutsche Industrie reagiert auf China-Konkurrenz mit Entlassungen

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 11. Juni 2024
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 11. Juni 2024
Foto: dts
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Die Konkurrenz aus China zwingt laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) etwa die Hälfte der deutschen Industriefirmen zu Entlassungen. Besonders betroffen ist das Produzierende Gewerbe, fast jedes zweite Unternehmen greift zu Entlassungen oder Auslandsverlagerungen.

Konkurrenzdruck durch chinesische Niedrigpreise

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des IW stehen etwa ein Viertel der deutschen Unternehmen im direkten Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten. Besonders betroffen ist das Produzierende Gewerbe, wo rund zwei Drittel der Industriefirmen die Konkurrenz aus China als große oder eher große Herausforderung sehen. Jedes zweite Unternehmen berichtet, dass chinesische Konkurrenten die eigenen Preise um mehr als 20 Prozent unterbieten können. Bei fast der Hälfte der Industrieunternehmen sind es sogar Preisunterbietungen von mehr als 30 Prozent.

Politische Interessen hinter Preisdruck?

Zwar werden die chinesischen Unternehmen von den deutschen Firmen als innovativ eingeschätzt, doch rund 60 Prozent der Unternehmen vermuten, dass die chinesische Regierung den Wettbewerb durch unfaire Subventionen verzerrt. Etwa drei von vier Firmen im Produzierenden Gewerbe verlieren deshalb Marktanteile. Als Reaktion greifen fast jedes zweite Unternehmen zu Entlassungen und nahezu jedes dritte zu Auslandsverlagerungen. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Die Industriefirmen, die mit Entlassungen reagieren, repräsentieren knapp 19 Prozent der fast elf Millionen Arbeitsplätze im Produzierenden Gewerbe.

Stellungnahme von IW-Chinaexperte Jürgen Matthes

„China spielt beim Handel schon seit Jahren kein faires Spiel„, sagte Jürgen Matthes, Chinaexperte beim IW. Er betonte die Wichtigkeit, dass Deutschland und die EU den Einsatz von regelkonformen Handelsschutzinstrumenten nicht als Protektionismus interpretieren sollten. Matthes machte deutlich: „Es geht vielmehr darum, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Die EU darf die chinesische Subventionspolitik nicht tatenlos hinnehmen, sonst gefährdet sie das Überleben vieler eigentlich profitabler Firmen hierzulande„.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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