DBB-Team scheitert im Spiel um Bronze gegen Spanien
Die deutschen Basketballerinnen haben bei der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin die Chance auf eine Medaille verpasst. Im Spiel um Platz drei unterlagen sie Spanien mit 58:81 (36:40), wie die Sportschau und die Süddeutsche Zeitung übereinstimmend berichten. Damit beendete das Team von Bundestrainer Olaf Lange das Turnier auf dem vierten Platz – das beste Ergebnis einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei einer WM seit 1967, als die DDR ebenfalls Vierter wurde. Vor 12.187 Zuschauern in der ausverkauften Arena, darunter Basketball-Legenden wie Dirk Nowitzki und Dennis Schröder, zeigte das DBB-Team zwar eine verbesserte Leistung im Vergleich zur Vorrunden-Niederlage gegen Spanien (53:83), doch die Spanierinnen dominierten über weite Strecken das Spiel.
Deutsche kämpften sich zurück
Besonders in der ersten Hälfte hatten die Deutschen mit Ballverlusten und einer starken spanischen Offensive zu kämpfen, die früh eine zweistellige Führung herausarbeitete. Erst im zweiten Viertel gelang es dem DBB-Team, durch Punkte von Nyara Sabally und Luisa Geiselsöder den Rückstand zu verkürzen und sogar kurzzeitig auszugleichen (33:33). Nach der Pause setzte sich Spanien jedoch mit einem 15:0-Lauf erneut ab und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.
Spanien dominierte klar im Finale
Trotz eines kurzen Comeback-Versuchs der deutschen Mannschaft im dritten Viertel, als Frieda Bühner und Leonie Fiebich für Hoffnung sorgten, blieb der Rückstand zu groß. Im letzten Viertel erhöhten die Spanierinnen den Druck weiter und entschieden das Spiel mit einem 72:51 klar für sich. Nyara Sabally und Alexis Peterson waren mit je 13 Punkten die besten Werferinnen des deutschen Teams.
Spanien holt vierte WM-Medaille seit 2010
Für Spanien war es bereits die vierte WM-Medaille seit 2010. Bundestrainer Olaf Lange betonte nach dem Spiel, die Spanierinnen seien „besser und verdienter“ gewesen, wie die Sportschau zitiert. Leonie Fiebich zeigte sich enttäuscht, aber kämpferisch: „Die Medaille ist ein großes Ziel, warum ich so viel Arbeit in die Nationalmannschaft stecke.“ Trotz der Niederlage bleibt das Turnier für die deutsche Mannschaft ein Erfolg, da sie erstmals in der Geschichte in ein WM-Halbfinale einzog und mit starken Auftritten überzeugte.