Das Osnabrücker Startup Fluxie macht den nächsten großen Schritt: Gemeinsam mit dem Tessloff Verlag bringt das Unternehmen erstmals Inhalte der bekannten Kindersachbuchreihe WAS IST WAS auf seine interaktiven Lesekarten. Den Anfang macht passend zum Fußballstandort Osnabrück „WAS IST WAS Junior Fußball“.
WAS IST WAS trifft auf fluxie
Fluxie und der Tessloff Verlag arbeiten künftig zusammen. Die Inhalte der bekannten Kindersachbuchreihe WAS IST WAS werden dafür mit den digitalen Lesehilfen des Osnabrücker Startups kombiniert.
Zum Start erscheint „WAS IST WAS Junior Fußball“. Im Laufe des Jahres sollen außerdem die Titel „Rettungskräfte im Einsatz“, „Pferde und Ponys“ sowie „Dinosaurier“ folgen. Die Lesekarten richten sich an Kinder ab etwa vier Jahren.
Lesen mit Unterstützung
Die Bücher werden über eine physische Fluxie-Karte mit der kostenlosen App auf dem Tablet geöffnet. Dort können sich Kinder Inhalte vorlesen lassen, das Vorlesetempo anpassen oder einzelne schwierige Wörter abrufen.
Während des Vorlesens wird das jeweils gesprochene Wort farbig markiert. Wie viel Unterstützung angeboten wird, lässt sich an das Leseniveau des Kindes anpassen.
WAS IST WAS kann jetzt mit der FLuxie-Lesekarte per App entdeckt werden. / Foto: Fluxie Solutions
Fußball mit Stadiongeräuschen
Zusätzlich gibt es interaktive Elemente in den Illustrationen. Beim Fußball-Titel können Kinder etwa einen Schiedsrichterpfiff oder Jubel von den Rängen entdecken.
Nach dem Download funktionieren die Inhalte auch offline. Werbung oder In-App-Käufe gibt es nicht. Die WAS-IST-WAS-Lesekarten kosten jeweils 14,99 Euro.
Osnabrücker Startup fluxie hat sich weiterentwickelt
Die HASEPOST berichtete bereits im vergangenen Jahr von dem Startup. Seitdem hat sich viel getan. Das zeigt für Fluxie-Gründer Christian Geesken auch die neue Kooperation.
„Vor zwei Jahren mussten wir jedem erklären, was eine Lesekarte überhaupt ist. Heute stehen Verlage wie Tessloff, NordSüd und Calme Mara mit auf unseren Karten. Das fühlt sich immer noch unwirklich an, wenn man sieht, wo wir angefangen haben“, sagt Geesken.
Das Fluxie-Team: Christian Geesken und Richard Durchholz starten mit neuer Kooperation durch. / Foto: Fluxie Solutions
Persönlicher Bezug zum Lesen
Auch für Mitgründer Richard Durchholz hat die Zusammenarbeit eine besondere Bedeutung. Er hat selbst eine Lese-Rechtschreib-Schwäche und kennt die Schwierigkeiten beim Lesen aus eigener Erfahrung.
„Ich weiß, wie schnell die Lust am Lesen verfliegt, wenn jedes Wort zum Kampf wird“, sagt Durchholz. Fluxie sei für ihn deshalb das Stützrad, das er sich als Kind gewünscht hätte.
Von Osnabrück bis in die Schweiz und Österreich
Fluxie wurde von Richard Durchholz und Christian Geesken gegründet und hat seinen Sitz in Osnabrück. 2024 wurde das Unternehmen von der Founders Foundation als bestes Bildungsstartup ausgezeichnet und mit dem Gründungsstipendium Niedersachsen gefördert.
Die neuen WAS-IST-WAS-Lesekarten sollen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich sein.
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