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Startseite Deutschland & die WeltDax tritt vor US-Zolleurteil und Jobdaten auf der Stelle
Deutschland & die Welt

Dax tritt vor US-Zolleurteil und Jobdaten auf der Stelle

von Hasepost Redaktion 9. Januar 2026
von Hasepost Redaktion 9. Januar 2026
Foto: dts
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Der Dax ist am Freitag verhalten in den Handel gestartet und lag am Morgen nur geringfügig über dem Vortagesschluss. Marktbeobachter verweisen auf einen „doppelten Belastungstest“ durch mögliche Entscheidungen in den USA sowie auf anstehende Konjunkturdaten, die für Zurückhaltung bei Anlegern sorgen.

Rekord-Rally im Dax verliert an Schwung

Gegen 9:30 Uhr wurde der Dax mit rund 25.130 Punkten berechnet, minimal über dem Schlussniveau vom Vortag.

Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sagte laut Consorsbank: „Dem Dax steht am Nachmittag ein doppelter Belastungstest ins Haus: ein mögliches Urteil des Obersten Gerichts zu den reziproken Zöllen von US-Präsident Trump sowie US-Jobdaten, die eng mit Zinshoffnungen verknüpft sind.“ Weiter erklärte er: „Die Rekord-Rally im Dax hat aus Respekt vor diesen Ereignissen an Schwung verloren. Nachdem seit Jahresanfang eilig Positionen aufgebaut wurden, wollen Anleger jetzt zunächst eine klare Bestätigung sehen.“

Mit Blick auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten sagte Stanzl der Consorsbank zufolge: „Die Börsen dürften dazu tendieren, zu schwache US-Arbeitsmarktdaten auf Spätfolgen der Haushaltssperre zurückzuführen, während zu starke Daten die Zinshoffnungen dämpfen würden. Der Sweet Spot liegt bei den Stellenschaffungen irgendwo in der Mitte.“ Die Arbeitsmarktdaten der letzten beiden Tage deuteten seinen Worten nach auf nichts hin, worüber man sich wirklich Sorgen machen müsste. Eine Überraschung sei bei diesen wichtigen Daten aber nie auszuschließen. Schon die erwartbare kurzfristige Volatilität motiviere einige Anleger, zunächst abzuwarten.

Spannung vor möglichem Urteil zu US-Zöllen

Zu den erwarteten Entscheidungen in den USA sagte Stanzl laut Consorsbank: „Heute könnte es zu einem politischen Showdown in Washington kommen. Das Oberste Gericht könnte um 16 Uhr ein Urteil über Trumps reziproke Zölle verkünden. Hunderte Unternehmen warten gebannt darauf, ob sie noch eine Chance haben, bereits gezahlte Zölle auf dem Rechtsweg zurückzufordern.“

Für die Börsen wäre ein solches Urteil nach Einschätzung des Analysten kurzfristig richtungsweisend: „Für den Aktienmarkt wäre es kurzfristig ein positives Signal, wenn das Gericht die Zölle kippt. Anleger versprechen sich davon höhere Gewinnspannen der Unternehmen und geringere Belastungen für Konsumenten. Mittelfristig dürfte die Unsicherheit bei den Zöllen jedoch wieder zunehmen, weil die US-Regierung versuchen würde, die Zölle auf anderen Wegen erneut zu aktivieren.“

Iran-Proteste belasten Öl- und Aktienmärkte

Auch die Entwicklung an den Energiemärkten spielt aus Sicht des Consorsbank-Analysten eine wichtige Rolle. „Die Energiemärkte blicken sorgenvoll auf die Proteste im Iran und darauf, wie die Führung in Teheran damit umgehen wird. Der Iran ist trotz aller Sanktionen ein wichtiger Ölproduzent, und Instabilität dort könnte auch die Ölproduktion im Mittleren Osten gefährden“, sagte Stanzl laut Consorsbank.

Gleichzeitig sieht er derzeit keinen unmittelbaren Angebotsengpass: „Selbst wenn der Iran als Exporteur wegfiele, wäre wegen einer weltweiten Ölschwemme kein unmittelbarer Versorgungsengpass zu erwarten. Die Proteste und ihre möglichen Folgen sind aber zu bedeutend, um am Ölmarkt ignoriert zu werden. Der Anstieg des Ölpreises bremst daher die Rally im Dax“, sagte Stanzl.

Am Devisenmarkt zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1644 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8588 Euro zu haben.

Der Goldpreis gab leicht nach. Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.474 US-Dollar gezahlt (-0,1 Prozent). Das entsprach einem Preis von 123,52 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 62,48 US-Dollar, das waren 49 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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