Der Dax ist am Freitag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet und bleibt nach der vereinbarten Waffenruhe im Nahen Osten dennoch ohne klare Richtung. Auch an den Devisen-, Rohstoff- und Energiemärkten zeigten sich zum Wochenschluss nur moderate, aber unterschiedliche Bewegungen.
Verhaltener Dax zum Wochenschluss
Gegen 9:30 Uhr wurde der Dax mit rund 23.845 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. Nach Einschätzung von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, bleibt der Leitindex trotz der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten ohne klaren Trend. „Der Dax bleibt auch zum Start in den letzten Handelstag der Woche und nach der vereinbarten Waffenruhe im Nahen Osten auf Richtungssuche“, sagte Lipkow laut CMC Markets.
Auch die Vorgaben aus Asien fielen laut Lipkow überwiegend positiv aus. „Die Investoren in Asien ließen den heutigen Tag mit überwiegend positiven Kurstendenzen ausklingen. Der Optimismus über eine Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Herbeiführung einer Waffenruhe bestimmte das Handelsgeschehen“, so der Analyst von CMC Markets.
Börsenstimmung und Konjunkturdaten im Fokus
Für die europäischen Handelsplätze zeichnete sich laut CMC Markets ein freundlich eröffnender Handelstag ab. „Auch an Europas Börsen zeichnet sich eine leicht freundlichere Handelseröffnung ab. Der Dax in Frankfurt tritt weiter eher auf der Stelle und die Anleger suchen nach Orientierung. Wie lange die stabile Tendenz Bestand haben wird, hängt zum einen von der Nachrichtenlage im Nahen Osten und zum anderen von den heute noch anstehenden Verbraucherpreisen aus den USA ab“, sagte Lipkow.
Besonders aufmerksam verfolgten Marktteilnehmer nach Angaben von CMC Markets die Entwicklung der Inflation. „Die harmonisierten Verbraucherpreise für Deutschland lagen mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent im Rahmen der Erwartungen. Nun muss sich zeigen, wie sich der Krieg bislang auf die Teuerung in den USA ausgewirkt hat. Auch das Konsumklima der Uni Michigan steht im Fokus. Unternehmensseitig dürften die Quartalszahlen vom Technologiekonzern TSMC für Bewegung bei den Halbleiterwerten in Europa sorgen. Diese fielen erneut sehr positiv aus und sollten die Stimmung in diesem Sektor aufhellen“, erklärte Lipkow.
Alles in allem bleibe jedoch die geopolitische Lage zentral für die Aktienmärkte. „Alles in allem bleibe aber der Iran-Krieg der entscheidende Faktor für die Entwicklung am Aktienmarkt. Solange ein Fass Öl über 100 Dollar koste, könne noch keine Entwarnung gegeben werden. ‚Insbesondere die deutsche Industrie und Logistikbranche leidet unter den hohen Energiepreisen und könnte nachhaltige Dämpfungseffekte erleben'“, sagte Lipkow laut CMC Markets.
Devisen-, Gold- und Ölmarkt in Bewegung
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1687 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8557 Euro zu haben.
Der Goldpreis gab zu Handelsbeginn nach. Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.754 US-Dollar gezahlt, ein Minus von 0,2 Prozent. Das entspricht einem Preis von 130,78 Euro pro Gramm.
Deutlich nach oben tendierte der Ölpreis. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 97,55 US-Dollar, das waren 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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